Madrid bereitet sich darauf vor, Papst Leo XIV. vom 6. bis 9. Juni 2026 zu empfangen, und die Autonome Gemeinschaft Madrid hat einen speziellen Mobilitätsplan ausgearbeitet, der die vorübergehende Schließung von bis zu 15 U-Bahn-Stationen (von denen zwei wegen Bauarbeiten ohnehin nicht in Betrieb sind) zu verschiedenen Zeiten vorsieht.
Die Sperrungen betreffen vor allem das Zentrum der Hauptstadt am Sonntag, dem 7. Juni, zeitgleich mit der geplanten Großmesse auf der Plaza de Cibeles, zu der rund eine Million Besucher erwartet werden.
Betroffene Stationen am Samstag, dem 6. Juni
Die Sonderregelung beginnt am Samstag, dem 6. Juni, ab 17:00 Uhr, wenn die Eingänge der U-Bahn-StationNuevos Ministerios, die am nächsten an der Plaza de Lima liegen, gesperrt werden, wo eine Mahnwache mit Jugendlichen stattfindet. Der Durchgang zu den Ausgängen des Einkaufszentrums, Orense und Agustín de Betancourt bleibt jedoch erhalten, und ab 22:00 Uhr kehrt der normale Betrieb zurück.
Außerdem werden die StationenCuzcoundSantiago Bernabéu, wobei letztere derzeit wegen Bauarbeiten geschlossen ist, an diesem Tag ebenfalls nicht in Betrieb sein.
Massive Sperrungen am Sonntag, dem 7. Juni, vormittags

Der schwierigste Tag wird der Sonntag, der 7. Juni, sein, an dem von Betriebsbeginn bis 10:00 Uhr die folgenden Stationen im Zentrum von Madrid geschlossen bleiben :
- Bilbao
- Gericht
- Plaza de España
- Noviziat
- Ópera
- Sol(mit Einschränkungen: Die Station ist geöffnet, aber der Übergang zur Gran Vía ist gesperrt, und Züge halten dort nur zwischen 6:05 und 7:00 Uhr)
- Sevilla
- Banco de España
- Retiro
- Príncipe de Vergara
- Serrano
- Colón
- Chueca
Während dieser Zeiten fahren die Züge an diesen Stationen ohne Halt vorbei, außer in Ausnahmefällen wie bei der Station Sol.
Einschränkungen von morgens bis nachmittags
Zwischen 10:00 und 14:00 Uhr am Sonntag wird die Anzahl der geschlossenen Stationen reduziert, es wird aber weiterhin zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen. In diesem Zeitfenster sind die StationenColón, Serrano, Velázquez, Retiro, Banco de España, Sevilla und Chueca nicht in Betrieb.
Diese Einschränkungen fallen mit den Zeiten zusammen, in denen der Andrang der Pilger zu den zentralen Veranstaltungen des Papstbesuchs am größten ist, insbesondere zur geplanten Messe am Cibeles-Platz.
Verstärkung des U-Bahn- und Busverkehrs
Trotz der Sperrungen wird die Autonome Gemeinschaft Madrid den U-Bahn-Verkehr auf den Linien 1, 2, 3, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 in verschiedenen Zeitfenstern zwischen dem 6. und 9. Juni um bis zu 125 % verstärken. Ziel ist es, die Mobilität der Pilger zu erleichtern und die punktuellen Einschränkungen aus Sicherheitsgründen auszugleichen.
Am Samstag, dem 6. Juni, betrifft die Verstärkung die Linien 1, 6, 7, 8, 9 und 10 zu verschiedenen Zeiten zwischen 11:00 Uhr und Betriebsschluss.
Als Ergänzung zum U-Bahn-Service werden 100 zusätzliche Überlandbusse eingesetzt, und zwischen dem 6. und 9. Juni gibt es einen speziellen Nachtbusdienst, um den Pilgern die Mobilität zu erleichtern. Außerdem werden spezielle Zonen für Taxis und Fahrdienstvermittler mit eigenen Wartebereichen eingerichtet, um den Abfluss der Menschenmassen nach den Veranstaltungen besser zu organisieren.
Die größte Sicherheitsmaßnahme aller Zeiten
Die Sperrungen sind Teil des Einsatzes von mehr als 14.000 Sicherheitskräften, die den Ablauf des Papstbesuchs in Madrid gewährleisten sollen – ein Einsatz, der als „größte Polizeimobilisierung in der Geschichte Spaniens“ bezeichnet wird. Der Einsatz umfasst rund 9.700 Beamte der Nationalpolizei, etwa 625 Beamte der Guardia Civil und weitere 4.000 Mitglieder der Stadtpolizei von Madrid.
Auf nationaler Ebene werden mehr als 13.000 Einsatzkräfte der staatlichen Sicherheitskräfte mobilisiert, um die geplanten Veranstaltungen in Madrid, Barcelona, Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife abzusichern.