Der Parque de la Vega in Alcobendas, nördlich von Madrid, beherbergt einen der authentischsten und unbekanntesten japanischen Gärten der Region, der das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und der japanischen Botschaft ist. Der 2011 eingeweihte Park ist der traditionellen japanischen Ästhetik nachempfunden, mit Teichen, architektonischen Elementen, Holzbrücken, verschlungenen Wegen und sorgfältig gepflegter Vegetation, die zum Flanieren und zur Kontemplation einlädt.
Das Herzstück des Parks ist die symbolträchtige Friedensglocke, eine Nachbildung der Glocke am UN-Hauptsitz in New York. Dieses Denkmal ist eine Hommage an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und steht für die fünf Elemente des Feng Shui: Wasser, Feuer, Erde, Metall und Holz. Der Entwurf berücksichtigt auch das Konzept der „geliehenen Landschaft“(shakkei), ein japanisches Konzept, das die Harmonie zwischen den natürlichen und architektonischen Elementen der Umgebung anstrebt.
Der japanische Garten und das Bonsaimuseum von Madrid

Neben dem japanischen Garten befindet sich das Luis Vallejo Bonsai-Museum, das als eines der wichtigsten in Europa gilt und mehr als 200 Exemplare ausstellt. Die Sammlungen umfassen einheimische Arten und direkt aus Japan eingeführte Bäume, die von Meistern wie Luis Vallejo, Masahiko Kimura und Hiroshi Takeyama kultiviert wurden. Das Museum organisiert Führungen, Kurse und Ausstellungen, die dem Besucher die Kunst des Bonsai und die japanische Philosophie näher bringen.
Der gesamte 15.000 Quadratmeter große Park eignet sich hervorragend für Liebhaber der japanischen Kultur und für die Heranführung von Kindern an deren Konzepte: Er verfügt über thematische Kinderbereiche, Wiesen zur Entspannung und ein Klassenzimmer für Umwelterziehung. Der Eintritt ist frei, das Bonsai-Museum kostet jedoch je nach Tag und Preis zwischen 3 und 5 €. Die Öffnungszeiten variieren je nach Saison, daher sollten Sie sich vorher informieren.