Madrid macht sich bereit, fast einen Monat lang zur Welthauptstadt der lateinamerikanischen Kultur zu werden – dank eines ebenso gigantischen wie beispiellosen Projekts: dem Macondo Park, einem temporären Veranstaltungsort rund um das Shakira-Stadion auf dem Gelände von Iberdrola Music in Villaverde. Er wird das Herzstück des Europa-Aufenthalts der kolumbianischen Künstlerin sein, die zwischen September und Oktober 12 Konzerte ihrer „Las Mujeres Ya No Lloran World Tour“ geben wird – mit einer Kapazität von etwa 50.000 Besuchern pro Abend und einer geschätzten Gesamtzahl von 600.000 Menschen.
Der Macondo Park ist nicht als bloßer Durchgangsbereich konzipiert, sondern als eine kleine Kulturstadt, die dem Universum von Shakira und der Welt des magischen Realismus von Gabriel García Márquez gewidmet ist.
Für das konzeptionelle und architektonische Design ist das internationale Büro BIG – Bjarke Ingels Group – verantwortlich, das Renderings eines Geländes voller Vegetation, intensiver Farben, Bäume, Palmen, schattiger Bereiche und farbenfroher Wege präsentiert hat, die zu den verschiedenen Pavillons führen. Die Idee ist, dass das Publikum nicht nur zu einem Konzert kommt, sondern Stunden in einer immersiven Umgebung verbringt, die Musik, Kunst, Literatur, Gastronomie und interaktive Erlebnisse miteinander verbindet.
An den Konzerttagen ist der Macondo Park von 12:00 Uhr bis Mitternacht geöffnet, während Shakiras Konzerte den Hauptteil des Programms ausmachen, ungefähr von 20:30 bis 23:00 Uhr.
Zwölf Termine, rund 600.000 Besucher

Für Shakiras Aufenthalt in Madrid sind bereits 12 Konzertabende angekündigt:
- September: 18., 19., 20., 25., 26. und 27.
- Oktober: 2., 3., 4., 9., 10. und 11.
Der Macondo Park wird sich um acht Pavillons mit jeweils eigener Identität gruppieren, von denen jeder einem anderen Aspekt der Kultur und des kreativen Universums von Shakira gewidmet ist:
- kreatives Universum von Shakira: ein Rundgang durch ihre Diskografie, ikonische Kostüme und Erinnerungsstücke – eine Art Pop-Museum ihrer Karriere.
- Macondo: ein immersives Erlebnis rund um den magischen Realismus und das literarische Dorf von García Márquez, mit speziellen Kulissen und Erzählungen.
- Musik: Nebenbühnen, Klanginstallationen und musikalische Angebote jenseits des großen Hauptkonzerts.
- Mode und Kunst: Ausstellungen, Kooperationen mit lateinamerikanischen Designern und Künstlern sowie Werke, die Ästhetik und Diskurs miteinander verbinden.
- Gastronomie: Kulinarische Vielfalt mit typischen Gerichten aus verschiedenen Ländern Lateinamerikas.
- Kino und audiovisuelle Medien: Filmvorführungen, interaktive Inhalte und Bereiche, die der Verbindung zwischen Shakira, der lateinamerikanischen Kultur und der Leinwand gewidmet sind.
- Kinderkultur – Macondito: Ein Pavillon speziell für Kinder, der außerdem montags bis donnerstags (wenn kein Konzert stattfindet) für Schulklassen geöffnet ist.
- Bereich für interaktive Erlebnisse: partizipative, dynamische Aktivitäten und Spiele für das breite Publikum.
Diese Pavillons werden durch Programme, Inhalte und Erlebnisse belebt, die Shakira selbst unter dem Konzept „Es Latina“ kuratiert – der Plattform, die das gesamte Projekt als Hommage an die lateinamerikanische Identität zusammenführt.
Fanzone, Grünflächen und VIP-Bereiche

Neben den Pavillons wird das Gelände über eine „Macondo Plaza“ verfügen, einen zentralen Treffpunkt, der als soziales Herzstück der temporären Stadt fungieren wird, sowie über eine Fan-Zone, die schon Stunden vor der Show in Betrieb ist und in der sich das Publikum zwischen Grünflächen, Ruhezonen und Unterhaltungsbereichen bewegen kann.
Außerdem wird es zwei spezielle VIP-Bereiche geben: den „Espacio Garden“ und den „Espacio Terrace“, die als Oasen und Terrassen mit erstklassigem Blick auf die Bühne gestaltet sind. Live Nation hat angekündigt, dass die VIP-Erlebnisse im Rahmen großer internationaler Veranstaltungen „erschwingliche“ Preise haben werden, mit Paketen, die maximal etwa 750 Euro kosten werden.
Die Kombination aus offener Fan-Zone, Themenstadt und VIP-Bereichen unterstreicht die Idee, dass der Macondo Park nicht nur ein Veranstaltungsgelände ist, sondern ein Ökosystem aus Freizeit und Kultur, das sich sowohl an das breite Publikum richtet als auch an diejenigen, die die Residenz „auf einer anderen Ebene“ erleben wollen.