Am 15. Januar wurde eine wesentliche Änderung in Bezug auf die Mobilität im öffentlichen Nahverkehr in der Autonomen Gemeinschaft Madrid angekündigt: die Einführung – nach vielen Monaten Pilotphase – der App „Mi Tarjeta Transporte”, mit der Fahrten mit der Monatskarte in der U-Bahn, Stadt- und Überlandbussen, Stadtbahnen und Nahverkehrszügen direkt vom Handy aus validiert werden können … außer für diejenigen, die ein iPhone haben.
Im Moment ist die Digitalisierung der Monatskarte – eine Forderung, von der schätzungsweise zunächst mehr als drei Millionen Fahrgäste profitieren werden – nur für Nutzer mit einem Android-Gerät 9.0 oder höher verfügbar.
Wer ein Handy mit iOS-Technologie hat, muss noch warten, bis er „Mi Tarjeta Transporte” nutzen kann. Wie lange? Ein konkretes Datum wurde nicht genannt: Das Consorcio Regional de Transportes de la Comunidad de Madrid (CRTM) gibt an, dass es davon ausgeht, dass im Laufe des Jahres 2026 „sowohl Jahreskarten für Unternehmen als auch Geräte mit iOS-Technologie” integriert werden können .
Was aber schon einen festen Zeitplan hat, ist die Digitalisierung von zwei anderen Fahrkarten: der Kinderkarte (für 4- bis 6-Jährige) und der blauen Karte (für in Madrid gemeldete Personen, die bestimmte Kriterien in Bezug auf Alter, Behinderung oder geringes Einkommen erfüllen). Beide können noch vor Ende Januar auf dem Handy gespeichert werden.
Ist die Digitalisierung der Fahrkarte mit der Nutzung der physischen Karte vereinbar?

Eine der Einschränkungen des Systems besteht darin, dass die physische Karte nach Abschluss der Digitalisierung gesperrt wird, sodass sie nicht gleichzeitig in der App und in ihrer traditionellen Form verwendet werden kann. Allerdings ist es eine unverzichtbare Voraussetzung für den Erhalt des mobilen Abonnements, bereits im Besitz eines physischen Titels zu sein.
Manuel Ruiz de Velasco, Koordinator für Technologieprojekte beim CRTM, sagt, dass das aus technischen Gründen so ist, aber dass daran gearbeitet wird, dass die beiden Formate in Zukunft über das Account-Based Ticketing (ABT)-System kompatibel sind.
Man sollte aber bedenken, dass die Digitalisierung der Karte nicht verpflichtend ist: Das heißt, wer lieber weiterhin die physische Karte für Fahrten in der Region nutzen möchte, kann das ohne Probleme tun.
Was kann man mit der neuen App machen und was passiert mit den alten Apps?

Auch wenn diese App vorerst neben den beiden bisherigen Apps – „Tarjeta Transporte” zum Aufladen von Fahrkarten und „Tarjeta Transporte Virtual” zum Aufladen und Verwenden von nicht personenbezogenen Fahrkarten über das Handy – bestehen bleibt, hat der Verkehrsminister Jorge Rodrigo angekündigt, dass die neue App die beiden bisherigen Apps ersetzen und alle Dienste in einer einzigen App zusammenfassen wird.
Tatsächlich hat die neue App schon alle Funktionen: vom Aufladen physischer und virtueller Fahrkarten rund um die Uhr bis hin zur Digitalisierung der Karte, der Abfrage des Guthabens oder dem Zugriff auf einen Bereich mit häufig gestellten Fragen und einen Kanal für Beschwerden.
Wie kann man die Karte digitalisieren und Fahrten vom Handy aus validieren?

Nachdem du die App runtergeladen und geöffnet hast, musst du zum Digitalisieren der Karte den physischen Fahrschein an das NFC-Lesegerät des Handys halten, den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen und den Inhalt in Google Wallet übertragen – wenn du Fragen zu diesem Vorgang hast, kannst du dir dieses Tutorial ansehen, in dem alles Schritt für Schritt erklärt wird.
Danach ist die physische Karte gesperrt und du kannst deine Fahrten direkt mit dem Handy an den Drehkreuzen validieren. Dazu musst du Google Wallet öffnen, wo die Karte gespeichert ist, sie auswählen und mit aktiviertem NFC die Rückseite des Handys an die gleichen Sensoren halten, an die du bisher die physische Karte gehalten hast.
Mit diesem System bleiben auch die zugehörigen Profile und Ermäßigungen, wie z. B. für kinderreiche Familien oder Menschen mit Behinderung , erhalten.