Sie beherbergt das größte Wandgemälde Spaniens, Skulpturen, zeitgenössische Werke und viele weitere Werke der urbanen Kunst von Künstlern aus aller Welt. Es handelt sich nicht um ein Museum, sondern um einen Stadtteil von Madrid, der seine eigene Kunstroute ins Leben gerufen hat.
Carabanchel ist seit langem dabei, seine Position als eines der großen kreativen Zentren der Hauptstadt zu festigen, und hat nun zwei Routen eingerichtet, damit die Besucher die gesamte Kunst entdecken können. Sie engagieren sich für ihr Viertel, für die Talente der lokalen Künstler und für andere internationale Künstler, die ihm ihren Stempel aufgedrückt haben.
Galerie unter freiem Himmel

Die Kunstroute von Carabanchel hat zwei Routen, die am Kreisverkehr Marqués de Vadillo beginnen. Der erste führt um die Calle Antonio Leyva, wo städtische Skulpturen und in die Plätze und Mauern integrierte Werke zu sehen sind.
Hervorzuheben sind Skulpturen wie „Der Baum des Lebens„, der sich im Kulturzentrum Lázaro Carreter befindet, und der abstrakte „Hermes„, der auf der Plaza de Cibeles ausgestellt war. Zu sehen ist auch das Wandgemälde „El milagro de Carabanchel“ des spanischen Malers Santiago Ydánez, das den Betrachter in einen melancholischen, winterlichen Wald eintauchen lässt.
Ein 1.100 m² großes Wandgemälde

Die zweite Route dreht sich um die Calle General Ricardos und besteht aus Wandmalereien, Graffiti und großformatiger Kunst. Insgesamt sind 21 Werke zu sehen, die ganz unterschiedliche Stile vereinen: Comics, Porträts, Landschaften, Plakate und in die Stadtarchitektur integrierte Bilder.
Darunter befindet sich auch „La musa de vistalegre„, das als das größte Wandgemälde Spaniens gilt. Es befindet sich im Palacio Vistalegre Arena und erstreckt sich über mehr als 1 000 Quadratmeter, ein Werk des Künstlers Sfhir.
Im selben Palast befindet sich auch das Wandbild „Maggie„, ein Werk von Cristóbal Ochoa, das mit den Farben Schwarz und Weiß spielt, sie perfekt in die Fassade integriert und optische Illusionen erzeugt.
Kunst im 11. Bezirk

Carabanchel verfügt über mehr als 80 Räume, die der Bildhauerei, der Keramik, dem Design und der Textilkunst gewidmet sind und so das kulturelle Gefüge des Viertels fördern. Die Kunstroute ist das Ergebnis lokaler Kreativität und Talente.
Die Initiative wurde im Dezember letzten Jahres vorgestellt und ist Teil des Projekts „Distrito 11„, das alle kulturellen Aktivitäten in Carabanchel beleuchtet. Das vollständige Programm kann auf der Website eingesehen werden.
Für Almudena Maíllo, die Beauftragte für Tourismus, ist „die Carabanchel-Kunstroute eine Einladung an Touristen und Einheimische, Madrid mit anderen Augen zu sehen und sich von einem Viertelüberraschen zu lassen, das stolz auf seine Kultur ist„, wie sie bei der Eröffnungsfeier sagte.