Eine neue Sperrung am Bahnhof Sol macht den Nahverkehrsnutzern erneut das Leben schwer. An mehreren Wochenenden in den kommenden Monaten wird der zentralste Umsteigebahnhof des Netzes seine Nahverkehrsplattformen komplett sperren, um Infrastrukturverbesserungen durchzuführen . Das trifft Tausende von Menschen, die täglich diese direkte Verbindung ins Herz von Madrid nutzen, voll und ganz. Auch wenn es sich um eine geplante und vorübergehende Maßnahme handelt, werden die Auswirkungen deutlich spürbar sein: Umstiege, längere Wege und eine höhere Belastung für andere Bahnhöfe in der Nähe.
Die Schließung des Nahbahnhofs in Sol ist Teil eines Bauplans, den Adif und Renfe seit einiger Zeit im Netz umsetzen, mit dem offiziellen Ziel, Tunnel, Signalanlagen und Sicherheitsvorrichtungen zu modernisieren. Im konkreten Fall von Sol nutzt man das geringere Verkehrsaufkommen an den Wochenenden, um Arbeiten an Gleisabschnitten und Anlagen durchzuführen, die eine vollständige Sperrung des Bahnverkehrs durch den Bahnhof erfordern.
Für den Reisenden steht die technische Erklärung jedoch im Widerspruch zur alltäglichen Realität: In den letzten Jahren sind Betriebsunterbrechungen und Umleitungen fast schon zur Routine geworden, und die Schließung von Sol – so symbolträchtig und strategisch sie auch sein mag – wird als die x-te Unterbrechung in einem ohnehin schon stark belasteten Netz empfunden.
Welche Züge sind betroffen?

Die Sperrung von Sol findet am 16.–17., 23.–24. und 30.–31. Mai sowie am 13.–14. und 20.–21. Juni statt. Das bedeutet nicht, dass der Nahverkehr eingestellt wird, sondern dass während der Bauarbeiten kein Zug an diesem Bahnhof halten kann. Nach Angaben der Renfe endet und beginnt die Linie C-3 in Atocha, und die C-4 (a und b) tut dies ebenfalls in Atocha (Züge aus Parla) sowie in Nuevos Ministerios (aus Colmenar und Alcobendas-San Sebastián de los Reyes).
Am stärksten betroffen sind in der Regel die Linien, die den zentralen Korridor nutzen (die die großen Ballungszentren im Süden und Norden über das Zentrum verbinden), während die Radialstrecken, die über andere Tunnel nach Atocha oder Chamartín führen, nur geringfügige Änderungen spüren werden.
Alternativen für die Fortbewegung im Stadtzentrum
Für alle, die Sol als Ein- oder Ausgang zum Stadtzentrum nutzen, bedeutet die Sperrung, dass sie sich neu organisieren müssen. Die naheliegendsten Optionen sind:
- Steig in Atocha oder Chamartín aus und steig in die Metro um (zum Beispiel Linien 1 oder 3) bis Sol oder zu nahegelegenen Stationen wie Gran Vía, Tribunal, Callao oder Sevilla.
- Nutze Recoletos oder Nuevos Ministerios als Ankunftsort, wenn du aus dem Norden kommst, und kombiniere dies mit der Metro oder einem Fußweg in die Bereiche Gran Vía oder Cibeles.
- Nutze andere Nahverkehrsknotenpunkte in der Nähe des Zentrums, wie Embajadores, Príncipe Pío oder Delicias, von denen aus du zu Fuß oder mit nur einer U-Bahn-Station ins Stadtzentrum gelangst.
Auf jeden Fall lautet die praktische Empfehlung immer dieselbe: Schau vor der Abfahrt im Fahrplan und im Betriebsstatus nach, denn die genauen Fahrpläne und Strecken können sich je nach Baufortschritt von einem Wochenende zum nächsten ändern.