Die Stadtverwaltung von Madrid hat über das Dezernat für Stadtplanung, Umwelt und Mobilität angekündigt , dass sie im Stadtteil Montecarmelo eine große neue grüne Lunge in der Hauptstadt schaffen will : einen 6,3 Hektar großen Park mit Sportanlagen, Radwegen, Aufenthalts- und Picknickbereichen, Springbrunnen und einem Hundebereich, für den mehr als 3,9 Millionen Euro investiert werden sollen.
Das Projekt, wie es der Stadtrat für Sauberkeit und Grünflächen sowie Stadtrat von Fuencarral-El Pardo, José Antonio Martínez Páramo, sieht die Schaffung eines mediterranen Waldes mit verschiedenen Baumarten vor: Kiefern, Johannisbrotbäume, Holunder, Hackberrys, Zypressen, Eschen, Apfelbäume, Olivenbäume, Mandelbäume, Pflaumenbäume, Steineichen und Trauerweiden.
Zu den Arbeiten gehören außerdem die Aufstellung von Stadtmobiliar, die Beleuchtung und der bereits erwähnte Radweg. Das Ziel ist es, so der Madrider Stadtrat, „diesen Ort zu einem Treffpunkt für die Anwohner in einer natürlichen Erholungsumgebung zu machen“.
Montecarmelo, ein Stadtteil im Protest gegen den Bezirk
Die Reaktion der Anwohner auf diese Nachricht scheint jedoch dem Sprichwort zu entsprechen: Man soll den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen (oder in diesem Fall den Reinigungsbezirk). Denn unter der Überschrift, mit der die Madrider Stadtverwaltung das Projekt angekündigt hat – „ “ (Der Wald der Zukunft) –, steht genau der Grund, warum die Nachbarschaft seit drei Jahren protestiert: „Diese Grünfläche wird den zukünftigen Reinigungsbezirk umgeben.“
Der Widerstand der Anwohner gegen den Standort ist unbestritten: Es gab bereits sieben Demonstrationen zu diesem Thema, an denen Tausende von Menschen teilgenommen haben, und laut Angaben der Nachbarschaftsvereinigung von Montecarmelo und der Plattform „Nein zum Cantón de Montecarmelo“ „wurden im Rathaus der Hauptstadt 14.000 Unterschriften gesammelt, um die Verlegung der riesigen Müllanlage zu fordern“.
Die Anwohner*innen behaupten – gestützt auf offizielle und öffentlich zugängliche Unterlagen, die du unter diesem Linkeinsehen kannst –, dass die Ankündigung dieses Waldes, der als „grüner Sichtschutz“ für Anlagen dienen soll, die angeblich nur aus Umkleideräumen, Lagerräumen und Büros bestehen werden, nur ein Ablenkungsmanöver ist, um zu verschleiern, dass sie den ursprünglichen Mega-Komplex doch weiterbauen.