Bei Oklou macht es Sinn, über Viralität auf TikTok zu reden, schon allein wegen der ewigen Diskussion darüber, wie man ihren Namen ausspricht (wir klären das hier: OK–LOU). Aber das Wichtigste ist was anderes: Am 10. Juni tritt sie in La Riviera bei ihrem ersten eigenen Konzert in Madrid auf. Bis die Tickets nächste Woche in den Verkauf gehen, schauen wir uns weiter das Album „Choke Enough” an, das sie vor einem Jahr rausgebracht hat.
Und jetzt das Wichtigste: Die Tickets gehen am kommenden Freitag, dem 20. Februar, um 10:00 Uhr bei Fever in den Verkauf . Der Preis beginnt bei 26 € (zuzüglich Versandkosten) und da es sein erster Auftritt ist und seine letzte Tournee ausverkauft war, empfehlen wir, nicht zu lange zu überlegen.
Oklou in Madrid:vom ländlichen Universum zur atmosphärischen Elektronik
Oklou ist das Projekt von Marylou Mayniel, einer französischen Musikerin und Produzentin, die sich ihr eigenes Universum innerhalb der atmosphärischen Elektronik aufgebaut hat. Es ist nicht wirklich Hyperpop, es ist nicht wirklich digitale Folk-Musik, aber sie ist eine dieser Künstlerinnen, die in den letzten 5 Jahren den Sound der Sensibilität in Europa neu definiert haben. Jetzt ist sie auf einer weltweiten Tour und Madrid kommt endlich am 10. Juni 2026 auf ihre Konzertkarte.
Bei ihrem Konzert in Paris Ende 2025 holte sie eine Dudelsackspielerin auf die Bühne, um die Melodien von „Harvest Sky” zu spielen. Das ist keine zufällige Geste: Es gibt etwas in ihrem Universum, das davon geprägt ist, dass sie in einem ländlichen Dorf in Frankreich aufgewachsen ist und diese folkigen und traumhaften Texturen in ihre Musik einfließen lässt.
Mit ihrem Boiler Room von 2021, als das Format (bis dahin ein Synonym für DJ-Pult und DJ) zum ersten Mal außerhalb des Boiler-Room-Kanons mutierte, schaffte sie endgültig den Sprung auf den Weltmarkt. Oklou erschien singend, in Nebel gehüllt, in einer Einöde, die eher einer Szene aus „Wuthering Heights“ glich. Sie präsentierte sich in voller Pracht und markierte auf äußerst elegante Weise ihr Territorium. Elektronik als Landschaft, ihre Stimme zwischen Klangschichten und Ästhetik als Teil der Komposition. Es war kein gewöhnlicher Live-Auftritt, es war ein Statement. Und jetzt, mitten in ihrer weltweiten Tournee, erscheint diese Intuition von damals fast schon prophetisch.