Monatelang war die Idee eines zweiten Flughafens in Madrid ein ständiges Hintergrundgeräusch: private Pläne, Casarrubios del Monte in einen Verkehrsflughafen umzuwandeln, Diskussionen darüber, ob die Hauptstadt eine weitere Großstart- und Landebahn braucht, und Spekulationen darüber, wie sich die Luftverkehrskarte der Region verändern würde. Auf dieses Szenario hat Aena nun eine klare Antwort gegeben. Der Flughafenbetreiber hat klargestellt, dass er einen neuen Verkehrsflughafen für Madrid weder für realisierbar hält noch aus betrieblicher Sicht für notwendig erachtet.
Parallel dazu hat er den Ausbau des Flughafens Adolfo Suárez Madrid-Barajas mit neuen Ausschreibungen für T4 und T4S im Wert von über 146 Millionen Euro vorangetrieben , die Teil eines Investitionsplans in Milliardenhöhe sind.
Casarrubios wird nicht der „zweite Flughafen“ sein: Unvereinbarkeit mit dem Luftraum

Den entscheidenden Satz hat Aena selbst geäußert: Das Projekt, den Flugplatz Casarrubios del Monte zum zweiten Verkehrsflughafen Madrids auszubauen, weist „Kompatibilitätsprobleme mit dem Luftraum“ auf und „ist aus betrieblicher Sicht sinnlos“. Das Unternehmen weist darauf hin, dass der vorgeschlagene Standort die Starts und Landungen in Barajas beeinträchtigen würde, Konflikte mit den aktuellen Flugrouten verursachen würde und eine komplexe Neuordnung des Madrider Luftraums erfordern würde, was in der Praxis die Sicherheit und Effizienz des Systems gefährden würde. cincodias.
Während Aena den zweiten Flughafen ausschließt, hat sie einen wichtigen Schritt beim Ausbau von Barajas gemacht. Der Verwaltungsrat hat Maßnahmen in T4 und T4S im Wert von über 146 Millionen Euro genehmigt: den Ausbau der Nordplattform von T4 (89,97 Millionen, Bauzeit 35 Monate) und den Ausbau des Südflügels von T4S (56,5 Millionen, Bauzeit 24 Monate). Das Ziel ist es, weitere Fernparkpositionen im T4 und neue Andockpositionen für Nicht-Schengen-Verkehr im T4S zu schaffen, um die Betriebskapazität zu Spitzenzeiten zu erhöhen und die Flexibilität bei der Abwicklung von Langstreckenflügen zu verbessern.
Diese Bauarbeiten sind Teil eines viel umfangreicheren Ausbauprojekts im Wert von über 4.000 Millionen Euro, das die Kapazität des Flughafens auf rund 90 Millionen Passagiere pro Jahr erhöhen soll. Im Rahmen des Regulierungsplans DORA 2027–2031 plant Aena, rund 2,96 Milliarden in wichtige Maßnahmen zu investieren: den Ausbau von T4 und T4S, den Bau eines neuen Abfertigungsgebäudes, die Sanierung des Abflugbereichs von T1-T2-T3, Verbesserungen an Straßen, Parkplätzen und den dazugehörigen Vorfeldern sowie neue Heizkraftwerke und Kraftwerke zur Versorgung des gesamten Komplexes.