Deine Eltern haben sie im Auto gespielt, du hast sie auf Volksfesten, Partys, beim Karaoke oder vielleicht sogar auf Konzerten mitgesungen, und einer ihrer großen Vorzüge ist es, dass sie als Bindeglied zwischen den Generationen fungiert. Das Volksliedgut unserer Sprache ist voll von Beispielen für Kompositionen, die zu mehr geworden sind als nur die Summe aus Musik und Text, und nun sind sie in der kostenlosen Ausstellung „Las mejores letras en español“ zu sehen.
Die Ausstellung, die im Instituto Cervantes (Calle de Alcalá 49) zu sehen ist und an der Apple Music mitgewirkt hat, versammelt die Originalmanuskripte einiger der wichtigsten Lieder der jüngeren Popmusik, die von spanischen Autorinnen und Autoren des 20. und 21. Jahrhunderts stammen.
Dieser neue Ansatz ermöglicht es, die Hintergründe der Entstehung von Liedern zu entdecken, die zu wahren Hymnen unserer Musik geworden sind, und legt zudem – ganz im Sinne der Institution, die sie beherbergt – besonderen Wert auf den Text: die Zweifel, die Streichungen, die Änderungen bei Titel oder Worten… Was hätte sein können, aber letztendlich nicht wurde, und was schließlich daraus wurde.
„Das ist etwas, das man normalerweise nicht sieht, wenn man die Worte der Lieder hört, singt und sich zu eigen macht“, meint Luis García Montero, Direktor des Instituto Cervantes. „Wir ahnen das Wort, das ausprobiert wird, den Satz, der korrigiert wird, und den rechtzeitigen Strich des Zweiflers, denn bevor ein geteiltes Lied zur geteilten Musik wurde, war es Schrift.“
Welche Lieder und welche Bands sind dabei?

Die Auswahl an Manuskripten der Ausstellung umfasst Lieder von Künstlern wie José Luis Perales, Miguel Ríos, Rosana, Manolo García, Luz Casal, Manuel Alejandro, La Oreja de Van Gogh, Christina Rosenvinge, Amaral, Estopa oder Vetusta Morla.
So findest du dort so beliebte Lieder wie „El universo sobre mí“ von Amaral und entdeckst Details wie zum Beispiel, dass neben dem mit Kugelschreiber geschriebenen Text eine Zeichnung von einem Kuchen mit einer brennenden Kerze oder einer einsamen Insel zu sehen ist, die die Worte „vivir en libertad“ (in Freiheit leben) begleitet .
Zu diesem besonderen Liederbuch gesellen sich außerdem „Pesadilla familiar“ ( Estopa), „Puñalada trapera“ (Vetusta Morla), „Y cómo es él“ (José Luis Perales) oder „Se nos rompió el amor“ von Manuel Alejandro und Ana Magdalena, das jedoch 1985 durch Rocío Jurado bekannt wurde.
Ein Teil der ausgestellten Lieder stammt übrigens von Künstlern, die sie in der „Caja de las Letras“ des Instituto Cervantes hinterlegt haben, wie Charly García, Miguel Ríos, Les Luthiers, Joaquín Sabina undMaría Elena Walsh.
Öffnungszeiten der Ausstellung mit Liedern auf Spanisch
Die Ausstellung ist vom 23. April bis zum 21. Juni zu folgenden Zeiten zu sehen:
- Dienstags bis samstags von 11.00 bis 20.00 Uhr.
- Sonntags und an Feiertagen von 11.00 bis 16.00 Uhr.
- Montags geschlossen.