Die Gemeinschaft Madrid schließt die Einführung der digitalen Zeitkarte für Mobiltelefone ab, eine Änderung, die die Nutzung von Metro, EMT und Überlandbussen verändern wird. Nach Angaben des Regionalen Verkehrskonsortiums wird bis Ende 2025 jeder Nutzer mit einem kompatiblen Android-Handy in der Lage sein, seine Zeitkarte für den Personenverkehr direkt über die App My Transport Card zu nutzen, indem er sein Handy wie eine klassische rote Karte an das Drehkreuz hält.
Dieser Schritt erfolgt nach mehreren vorangegangenen Phasen. Zunächst wurde die Virtual Transport Card eingeführt , mit der 10-Fahrten-Karten, der Flughafenzuschlag und Touristenkarten auf das Mobiltelefon geladen werden können, und parallel dazu wurde ein Pilotversuch mit Tausenden von Freiwilligen durchgeführt, die ihre Monatskarte bereits mit ihrem Smartphone entwerten. Nach neuesten Informationen der Stadt Madrid kann die persönliche Monatskarte in den nächsten sechs Monaten von zu Hause aus digitalisiert und aufgeladen werden, ohne dass man Automaten oder Fahrkartenschalter aufsuchen muss, und sie wird für Fahrten mit der Metro, der EMT, dem Intercity und sogar den Cercanías genutzt werden können, da sie in das allgemeine regionale Entwertungssystem integriert ist.
So funktioniert die virtuelle Transportkarte
Die Nutzer laden die My Transport Card-App herunter, digitalisieren ihre Zeitkarte für den Personenverkehr und entwerten sie anschließend mit ihrem Mobiltelefon über die NFC-Technologie und Google Wallet. Aus Sicherheitsgründen können die digitale Version und die physische Karte nicht gleichzeitig verwendet werden. Wenn die Karte auf dem Handy aktiviert wird, wird die physische Karte deaktiviert und es ist nur eine aktive Karte pro Person zulässig. Im Moment konzentriert sich die Einführung auf Android-Geräte; die Integration mit iOS wird nach Angaben der Regionalregierung später erfolgen.
Dieses neue System fügt sich in einen umfassenderen Plan ein, den Ayuso und sein Team bereits als „Verkehr der Zukunft“ bezeichnet haben: zunächst die Virtualisierung des Abonnements und der Mehrpersonenkarten auf dem Mobiltelefon; dann die Einführung eineskontobasierten Ticketmodells(ABT) ähnlich dem in London, bei dem der Nutzer am Ende des Tages entsprechend der durchgeführten Fahrten bezahlt, wobei immer der günstigste Tarif gilt.
