Die Apostolische Reise des Papstes nach Spanien findet vom 6. bis 12. Juni 2026 statt, mit Madrid als erster Station zwischen Samstag, dem 6., und Montag, dem 8. Das Programm in der Hauptstadt umfasst die Begrüßungszeremonie im Königspalast, eine Jugendvigil auf der Castellana, die Fronleichnamsmesse am Cibeles-Brunnen, ein Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft in der Movistar Arena, eine Ansprache vor dem spanischen Parlament und ein Mariengebet in der Kathedrale La Almudena.
Die Castellana wird zur großen Freiluftbühne des Besuchs, insbesondere mit der Jugendvigil am Samstag, dem 6., auf der Plaza de Lima und Umgebung, wo Hunderttausende Pilger erwartet werden. Am Sonntag, dem 7., wird Benedikt XVI. die Fronleichnamsmesse auf der Plaza de Cibeles leiten – eine Veranstaltung, zu der die Stadtverwaltung bis zu 1,5 Millionen Besucher erwartet und die mit einer eucharistischen Prozession rund um den Paseo del Prado fortgesetzt wird. Abgerundet wird das Programm durch ein diözesanes Treffen im Santiago-Bernabéu-Stadion, Besuche der Kathedrale La Almudena und bei sozialen Projekten wie der 24-Stunden-Herberge CEDIA in Carabanchel.
100.000 Blumen und eine geschmückte Stadt
Um die Stadt zu schmücken, haben die Stadtverwaltung und die Erzdiözese einen Dekorationsplan entworfen, der die Aufstellung von rund 100.000 Blumen auf Plätzen, an institutionellen Balkonen und an großen Achsen wie der Umgebung von Cibeles, der Castellana und der Almudena vorsieht. Geplant sind thematische Blumenarrangements auf Altären für das Fronleichnamsfest, spezielle Blumenkästen entlang der Route des Papamobils und temporäre Wandteppiche mit liturgischen Motiven in einigen Kirchen und auf Plätzen. Diese florale Gestaltung wird mit außerordentlichen Reinigungs- und Verschönerungskampagnen in den Bereichen koordiniert, in denen die meisten Pilger erwartet werden.
Der Besuch wird sich auch auf den öffentlichen Nahverkehr auswirken: Die städtische Verkehrsgesellschaft (EMT) und das Regionalkonsortium haben eine Flotte von Bussen bereitgestellt, die mit dem Bild des Papstes, den Farben Weiß und Gelb sowie den offiziellen Slogans des Besuchs beklebt sind. Diese werden auf den Hauptlinien verkehren, die Nahverkehrshöfe, Umsteigepunkte und Veranstaltungsorte verbinden. Diese Verstärkung wird ergänzt durch eine Erhöhung der Taktfrequenz bei U-Bahn, Nahverkehrszügen und Bussen, insbesondere während der Mahnwache auf der Castellana und der Messe an der Cibeles, sowie durch konkrete Mobilitätsempfehlungen, um die Nutzung von Privatfahrzeugen zu vermeiden. Die Verkehrskampagne zielt darauf ab, die Fahrt ins Stadtzentrum zu einem Teil des Erlebnisses zu machen, mit thematisch gestalteten Fahrzeugen, die Pilger und Schaulustige begleiten.
Kostenlose Museen bei Nacht: die „Noche en Blanco“ (und Amarillo)

Eine der Top-Ankündigungen ist die nächtliche und kostenlose Öffnung von 15 Museen und Kulturstätten in der Nacht von Samstag, dem 6., auf Sonntag, den 7., unter dem Namen „Noche en Blanco (y Amarillo)“. Mit dabei sind nationale Einrichtungen wie das Prado-Museum (geöffnet bis 00:30 Uhr), das Reina-Sofía-Museum (bis 23:30 Uhr), die Königliche Akademie der Schönen Künste von San Fernando (bis 2:00 Uhr), die Galería de las Colecciones Reales (bis 1:00 Uhr) oder das Marinemuseum sowie das Thyssen-Bornemisza-Museum, das CaixaForum, der Espacio Fundación Telefónica und die Fundación Mapfre.
Außerdem werden städtische Museen wie das Geschichtsmuseum von Madrid, der Tempel von Debod oder das Museum von San Isidro sowie Orte wie die Teatros del Canal, der Jardín de Banca March oder die Musikhochschule Reina Sofía mit dabei sein.
Das Sonderprogramm beschränkt sich nicht nur darauf, Türen zu öffnen: Die Museen zeigen ausgewählte Exponate im Dialog mit dem Lehramt von Leo XIV., während die Teatros del Canal die Veranstaltung „No la debemos dormir“ beherbergen, mit Konzerten, spanischem Tanz und DJ-Sessions bis fünf Uhr morgens, die sich speziell an junge Leute richtet.
Einige Pfarreien von hohem historischem und künstlerischem Wert werden sich dieser Kulturnacht anschließen, indem sie Kirchen für Gebete und Besichtigungen öffnen und spirituelle und künstlerische Rundgänge parallel zum Museumsparcours anbieten.
Sicherheitsvorkehrungen und Freiwilligenarbeit
An den Großveranstaltungen auf der Castellana und am Cibeles werden mehr als 10.000 Freiwillige teilnehmen, die dafür zuständig sind, Pilger zu leiten, Wasser zu verteilen und den Zugang zu bestimmten Bereichen zu erleichtern, sowie ein umfangreicher Einsatz von Nationalpolizei, Stadtpolizei, Guardia Civil und Rettungsdiensten.
Die Stadtverwaltung und die Regierungsdelegation rechnen mit Hunderttausenden von Besuchern, die sich auf die verschiedenen Veranstaltungen verteilen werden, mit Sicherheitszonen, Zugangskontrollen und Verkehrsbeschränkungen, die einen Großteil der Nord-Süd-Achse der Stadt betreffen werden. Es werden spezielle Bereiche für Senioren, Menschen mit Behinderung und Familien eingerichtet, sowie Erste-Hilfe-Stationen und mehrsprachige Informationsstellen.