Madrid setzt eines seiner größten laufenden Bauprojekte fort: die Untertunnelung der A-5 (der Autobahn aus Extremadura), die den westlichen Zugang zur Hauptstadt verändern wird. Der südliche Tunnel, der für einfahrende Fahrzeuge bestimmt ist, ist bereits zu 80 % seiner Länge ausgehoben. Auch der Ausfahrtstunnel schreitet voran und hat bereits die Hälfte seiner Länge erreicht.
Es fehlen zwar noch einige Arbeitsschritte wie der Asphaltbelag, aber schon jetzt lässt sich anhand des Aussehens der Konstruktion erahnen, wie das Endergebnis aussehen wird, wie das Technikteam gegenüber Telemadrid erklärte.
Dank des guten Tempos der Untertunnelungsarbeiten soll die Baustelle im September an die Oberfläche verlegt werden und termingerecht im November 2026 für den Autoverkehr freigegeben werden.
Innovation und Energie unter der Erde

Beim Baufortschritt spielen die neuen Bauverfahren, die beim Tunnelboden zum Einsatz kommen , eine entscheidende Rolle, da sie den Aushubprozess und die Errichtung der neuen Struktur beschleunigen .
Laut dem Projekt der Stadtverwaltung sind neben dem Tunnel 14 Notausgänge vorgesehen, die alle 200 Meter entlang der gesamten Strecke verteilt sind. In diesen können Technikräume und verschiedene Versorgungssysteme eingerichtet werden, um den reibungslosen Betrieb der Unterführung zu gewährleisten.
Außerdem wird durch die Installation von geothermischen Systemen die Erdwärme genutzt. So kann Madrid die Wärme des Tunnels nutzen und in nachhaltige Energie umwandeln, wodurch der Verbrauch gesenkt und die Umweltbelastung minimiert wird.
Der zukünftige Paseo Verde

An der Oberfläche entsteht ein Fußgängerboulevard, der die Avenida de Portugal mit Madrid Río bis zur Avenida del Padre Piquer verbindet. Dadurch wird der Verkehr reduziert und es entstehen 80.000 Quadratmeter Grünflächen. Die Gehwege werden breiter und die Fußgängerverbindungen steigen von 16 auf 33, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Aber zu Fuß zu gehen wird nicht die einzige Möglichkeit sein, sich auf dieser Promenade fortzubewegen, denn es wird auch einen 3,5 Kilometer langen Radweg geben. Er wird in beide Richtungen befahrbar sein, über Ampeln verfügen und die verschiedenen Stadtteile mit dem Zentrum verbinden.