Die Organisation der Verbraucher und Nutzer (OCU) hat ihre seit langem erwartete jährliche Studie über die Preise in spanischen Supermärkten veröffentlicht, die einmal mehr die großen Unterschiede zwischen den Ketten und den Städten aufzeigt, wenn es darum geht, den Einkaufskorb zu füllen. Aus dem Bericht geht hervor, dass eine Familie durch eine gute Wahl des Einkaufsortes mehr als 1.100 Euro pro Jahr sparen kann, wobei die Unterschiede zwischen dem billigsten und dem teuersten Supermarkt in Städten wie Madrid sogar mehr als 4.200 Euro pro Jahr betragen. Dies entspricht einem monatlichen Sparpotenzial von mehr als 350 Euro je nach Geschäft – eine wichtige Zahl angesichts der hohen Lebensmittelpreise.
Der OCU-Bericht unterstreicht, dass der Warenkorb immer teurer wird: Im Jahr 2025 stiegen die Preise für frische Lebensmittel um durchschnittlich 8 %, während der gesamte Warenkorb mit Lebensmitteln, Drogerie- und Hygieneartikeln im Vergleich zum Vorjahr um 3 % zunahm. Seit vier Jahren sind die Verbraucher mit erheblichen Preissteigerungen konfrontiert, die die Haushaltsfinanzen und insbesondere den Zugang zu einer gesunden Ernährung gefährden. Grundlegende Produkte wie Kaffee, Eier und Obst haben sich seit 2021 im Preis verdoppelt, während einige Lebensmittel den Anstieg zwar abfedern konnten (Olivenöl ist zwar gesunken, aber immer noch 57 % teurer als 2021), aber Preissenkungen gab es nur selten.
Wo gibt es die günstigsten Supermärkte?

Die OCU hat die Preise von 241 Produkten in 183 Städten verglichen und dabei einen Benchmark-Index angewandt, um die günstigsten Geschäfte zu ermitteln. Das SB-Warenhaus Alcampo liegt in 42 Städten an der Spitze, gefolgt von regionalen Ketten wie Dani, die allerdings im Süden nur begrenzt vertreten sind, Consum, Lidl, Supeco, Family Cash und Aldi. Andererseits ist Sánchez Romero die teuerste Kette, die in diesem Jahr besucht wurde. Darüber hinaus bietet das OCU-Portal eine Suchmaschine, mit der sich der günstigste Supermarkt anhand der Wohnadresse und des Warenkorbs ermitteln lässt, was den Verbrauchern die Entscheidung erleichtert.
Die durchschnittlichen Kosten des so genannten „OCU-Warenkorbs“ für einen spanischen Haushalt belaufen sich auf 6.259 Euro, wobei diese Zahl je nach Ort und gewähltem Supermarkt stark variiert. In der Stadt Madrid beträgt der Unterschied zwischen dem teuersten und dem billigsten Supermarkt mehr als 4.200 Euro pro Jahr, und in anderen Großstädten wie Barcelona, Vigo, León oder Gijón liegen die möglichen Einsparungen zwischen 1.800 und 2.000 Euro.
Die OCU besteht auf der Notwendigkeit, die Mehrwertsteuersenkung auf Produkte wie Fleisch und Fisch auszudehnen, den Lebensmittelscheck für bedürftige Familien zu erhöhen und die Kontrollen im Sektor zu verstärken, um Spekulationen zu vermeiden und die Verbraucher zu schützen.