Die Einwohner Madrids haben eine Lebenserwartung von über 86 Jahren, und der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung der Hauptstadt liegt bei 18,5 %. Mit Blick auf die über 60-Jährigen in Madrid hat die Regionalregierung gerade den Plan für aktives Altern vorgestellt, eine umfassende Strategie zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen, zu der auch die neue Seniorenkarte gehört, die sich ausschließlich an Madrider Bürger ab 60 Jahren richtet.
Dieses Dokument, das in den kommenden Monaten auf den Markt kommen wird, wird als Ausweis ähnlich der Jugendkarte fungieren und seinen Inhabern den Zugang zum gesamten Netz öffentlicher und privater Ressourcen für ältere Menschen ermöglichen, von Kursen und Workshops bis hin zu kulturellen Aktivitäten, Weiterbildungstagen und Ermäßigungen in Einrichtungen, die das Zertifikat „Seniorenfreundliche Einrichtung“ tragen.
Der Plan zielt darauf ab, das gesunde Altern zu gestalten und die soziale Teilhabe und Autonomie älterer Menschen dank mehr als 100 spezifischer Maßnahmen und einer jährlichen Investition von mehr als 400 Millionen Euro zu erleichtern. Die Karte wird mit der einmaligen Sozialgeschichte eines jeden Begünstigten verbunden sein, was einen direkten Zugang und Präferenzen bei den Ämtern für Bürgerbetreuung und Unterstützungsverfahren ermöglicht. Sie wird auch als Schlüssel zu fortschrittlichen Tele-Assistenzprogrammen, kostenloser Beratung zu städtischen Verfahren (z. B. zur Beseitigung baulicher Barrieren) und digitalen Plattformen mit Zugang zu relevanten Informationen über Erbschaftsrechte, Konsum, Verkehrssicherheit und rechtliche Fragen dienen.
Carnet Senior: mehr als nur Rabatte für die über 60-Jährigen

Die Initiative sieht auch die Ausweitung von kostenlosen Kursen und Workshops in Zusammenarbeit mit Gemeinden, Seniorenzentren und Verbänden vor, mit besonderem Augenmerk auf die Schulung gesunder Gewohnheiten, die Vorbeugung der digitalen Kluft, angepasste körperliche Betätigung und gesetzliche Rechte. Die Agenten für aktives Altern, spezialisierte Teams, die in jeder Gemeinde eingesetzt werden, werden als Förderer von generationsübergreifenden Freiwilligeneinsätzen in Wohnheimen und von Begleitprogrammen fungieren, um Situationen der Einsamkeit vorzubeugen, und sogar Aktivitäten mit Hunden einbeziehen, um das emotionale Wohlbefinden älterer Menschen zu verbessern.
Das Projekt wird im Laufe des Jahres 2026 dank der systematischen Sammlung von Forderungen und Vorschlägen im Rahmen einer regionalen Makrostudie, an der Tausende von Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft teilgenommen haben, angepasst werden. Die neue Seniorenkarte wird auch einen bevorzugten Zugang zu Veranstaltungen, Konferenzen und Dienstleistungen ermöglichen und die sozialen oder kommerziellen Initiativen auszeichnen, die sich am besten an die Integration und das Wohlbefinden dieser Altersgruppe anpassen und sich für sie einsetzen, und zwar durch jährliche Auszeichnungen.