Der Mercado de Usera, einer dieser Nachbarschaftsmärkte, die schon mehrere Generationen im Süden Madrids begleitet haben, hat überraschend geschlossen. Die Nachricht hat sich schnell im Stadtteil verbreitet und alle Alarmglocken läuten lassen: Was passiert mit den Ständen? Warum wurde er einfach so geschlossen? Kommt er wieder oder ist das ein endgültiger Abschied?
Die Antwort hat der Markt selbst in seinen sozialen Netzwerken bekannt gegeben: Es handelt sich um eine vorübergehende Schließung, um die Bauarbeiten fortzusetzen, die bereits vor einigen Monaten im Gebäude begonnen hatten. Der Markt verschwindet nicht; er macht eine Pause, um mit einer groß angelegten Renovierung voranzukommen.
Eine überraschende Schließung … und Bauarbeiten, die unvermeidlich sind

Die Marktleitung hat erklärt, dass die Entscheidung auf der Grundlage der fachlichen Einschätzung der verantwortlichen Experten getroffen wurde. Architekten und Ingenieure arbeiten jeden Tag daran, dass die Sanierung so gut wie möglich vorankommt, und in diesem Zusammenhang ist es nicht mehr machbar und sicher, den Betrieb während bestimmter Arbeiten aufrechtzuerhalten.
Deshalb erfolgte die Schließung von einem Tag auf den anderen: Wenn die Bauarbeiten in eine Phase eintreten, in der sie nicht mehr mit dem normalen Marktbetrieb vereinbar sind, hat es Vorrang, die Dinge richtig zu machen – auch wenn das kurzfristig wehtut.
Sobald sich die Nachrichten über die Schließung verbreitet hatten, haben viele Anwohner angerufen, sich nach den Händlern erkundigt, nach der Zukunft „ihres“ Marktes gefragt und ihre Sorge und Zuneigung zum Ausdruck gebracht.
Vor diesem Hintergrund – in einer Zeit, in der städtische Märkte gegenüber den großen Supermärkten manchmal an Bedeutung zu verlieren scheinen – zeigt Usera, dass nach wie vor eine starke Verbindung zwischen solchen Orten und der Gemeinschaft um sie herum besteht.
Die vorübergehende Schließung des Marktes von Usera wirft viele praktische Fragen auf, aber klar ist: Der Markt wird nicht abgebaut, sondern es wird die nächste Phase vorbereitet.