Kaum fünf Jahre sind vergangen, und die Erinnerung an einen historischen Meilenstein manifestiert sich im kollektiven Unterbewusstsein: Filomena und Francis sind zwei Namen, die nicht nur die Tatsache gemeinsam haben, dass sie mit dem Buchstaben F beginnen. 2026 hat in seinen ersten Tagen keine meteorologische Atempause gewährt. Die Sturmböe Francis, die sich im Atlantik entwickelte und von einer kräftigen feuchten Strömung auf die Halbinsel getrieben wurde, brachte einen winterlichen Cocktail aus Regen, Wind und Schnee mit sich, der an historische Episoden wie Filomena erinnert, wenn auch mit seinen eigenen Besonderheiten.
Das System, das zunächst die Kanarischen Inseln hart traf, bewegte sich rasch in Richtung Südwesten der Halbinsel, hinterließ in Andalusien heftige Niederschläge und rückte ab Samstag auf das Zentrum zu. Die Ankunft einer kontinentalen arktischen Luftmasse aus dem Norden hat zu einem starken Temperaturabfall geführt und die Schneehöhe gesenkt, die bereits mehrere Hauptstädte, darunter auch Madrid, in Weiß zu hüllen droht.
Eine Kaltfront, die die Parade der Heiligen Drei Könige stören könnte

Nach Angaben der AEMET werden Sonntag, der 4. und Montag, der 5. Januar die kritischsten Tage sein. Die Schneefälle könnten bis in Höhen von 500 Metern reichen, so dass die Hauptstadt zu den potenziell betroffenen Gebieten gehört. In den Stunden vor dem traditionellen Dreikönigsumzug sind Schneeflocken nicht ausgeschlossen, was sowohl die Logistik als auch die Teilnahme der Bevölkerung beeinträchtigen könnte.
Die Tiefsttemperaturen werden mit negativen Werten in den Bergen und Frost in weiten Teilen des Stadtgebiets sinken. Die Höchsttemperaturen werden in vielen Gebieten der Gemeinschaft fünf Grad nicht überschreiten, und die Windchill-Werte werden aufgrund des Nordostwinds, der die Kälte noch verstärken wird, noch niedriger sein.
Madrid wieder unter Schnee?
Obwohl ein so heftiger Sturm wie im Januar 2021 nicht erwartet wird, sind die Prognosen weiterhin mit Unsicherheit behaftet. Das Zusammentreffen der feuchten Luft vom Atlantik mit der eisigen Polarströmung könnte örtlich erhebliche Schneefälle auslösen, insbesondere in Gebieten wie dem Osten der Gemeinschaft, den Bergen oder sogar in einigen hoch gelegenen Bezirken im Norden Madrids.
Gleichzeitig hat die Stadt Madrid bereits Winterprotokolle aktiviert, um auf mögliche Zwischenfälle reagieren zu können. Der Stadtrat empfiehlt, den Zustand der Straßen zu überprüfen und unnötige Fahrten zu vermeiden, insbesondere zwischen dem 4. und 6. Januar.