Das neue Musikprogramm des Königspalasts von Madrid umfasst die 42. Ausgabe des Kammermusikzyklus, die 19. Ausgabe des Orgelzyklus sowie zwei Sonderkonzerte. Insgesamt finden zwischen März und Juni sechs Veranstaltungen an zwei wichtigen Schauplätzen des Palastkomplexes statt: in der Königlichen Kapelle und im Säulensaal. Besonders hervorzuheben sind die beiden Sonderkonzerte: eines ist den vergessenen und verschwiegenen Komponistinnen des Barock gewidmet, das andere dem 350. Geburtstag von Giacomo Facco, einem Musiker, der als Geiger in der Kapelle selbst tätig war.
18. März: „Le chant des Muses” in der Königlichen Kapelle

Dieses besondere Konzert bringt Kompositionen von Francesca Caccini, Marieta Priuli oder Élisabeth Jacquet de la Guerre und anderen zurück. Ein Dutzend Barockkomponistinnen, die in diesem Konzert endlich ihre Stimme finden werden: Dafür wurde intensiv in Bibliotheken in Paris und Venedig recherchiert und gesucht, was zur Aufführung von bis zu sechs unveröffentlichten Werken führen wird.
25. März: Miquel González und Olga Ferrando in der Capilla Real

Das erste Konzert des XIX. Orgelzyklus wird vom Organisten Miquel González und Olga Ferrando (Gesang) aufgeführt, die sakrale Musikstücke aus dem späten 18. und 19. Jahrhundert mit Werken von Boccherini, Haydn, Rossini, Gómez Carrión, Metón, Eslava und Ledesma neu interpretieren.
23. April: Gerhard-Quartett im Säulensaal

Im Rahmen des XLII. Kammermusikzyklus nimmt uns dieses Streichquartett mit auf eine „emotionale Reise” durch drei ikonische Momente der westlichen Musikgeschichte: die spirituelle Einkehr von Tomás Luis de Victoria, die persönlichen Reflexionen Beethovens und die romantische Sprache Tschaikowskis.
21. Mai: Pérgamo Ensemble und Eugenia Boix in der Capilla Real

Vor drei Jahrhunderten war der italienische Musiker Giacomo Facco als Geiger in der Königlichen Kapelle des Königspalasts von Madrid tätig. Am 21. Mai wird dieses Konzert an derselben Stelle, an der vor dreihundert Jahren seine Musik erklang, zu Ehren des Geigers stattfinden.
4. Juni: Javier Jiménez, Basilio Gomarín und Miguel Ulla in der Capilla Real

Das zweite Konzert der XIX. Orgelreihe bietet uns ein Programm, das dem Barockkomponisten Francisco José de Castro „Spaguolo” gewidmet ist, dem ersten Spanier, der speziell für die Trompete komponierte. Dabei werden einige seiner Stücke und die seiner Zeitgenossen wie Alessandro Scarlatti oder Juan Bautista Cabanilles von diesem Trio aus Countertenor, Barocktrompete und Orgel gespielt.
25. Juni: Cuarteto Turina im Säulensaal

Dieses Konzert (im Rahmen des XLII. Kammermusikzyklus) ist eine Hommage an die Kompositionen, die Manuel de Falla uns zum 150. Geburtstag hinterlassen hat. Eine Reise durch seine berühmtesten Werke, begleitet (oder besser gesagt: gespielt) vom Streichquartett Turina.