Madrid hat gerade 70 aufeinanderfolgende Tage ohne nennenswerte Niederschläge hinter sich gebracht, was ihn zu einem der trockensten Sommer in der Stadt macht. Der Mangel an Niederschlägen hat das Hitzegefühl und die Trockenheit der Atmosphäre verstärkt, mit Höchsttemperaturen, die 32 °C erreichten oder überschritten, und Mindesttemperaturen, die allmählich sanken, was einen allmählichen Übergang zum Herbst markiert.
Die Situation könnte sich jedoch bald ändern. Nach den offiziellen AEMET-Vorhersagen für die kommende Woche werden die Temperaturen zwischen Sonntag und Montag von den derzeitigen Höchstwerten von 34 °C auf etwa 22-24 °C stark abfallen. Am Sonntag besteht eine 50-prozentige Regenwahrscheinlichkeit, wobei die Werte am Nachmittag gelegentlich ansteigen, während die relative Luftfeuchtigkeit tagsüber teilweise auf 80 % ansteigt – ein deutliches Zeichen für einen bevorstehenden Wetterumschwung und eine mögliche Entspannung nach wochenlanger Trockenheit.
Der Regen kehrt nach Madrid zurück
Nach den aktualisierten Daten des AEMET besteht heute ab 18:00 Uhr eine 50 %ige Niederschlagswahrscheinlichkeit. Auch ab Sonntag und im Laufe der Woche könnte es weitere Niederschläge geben – wenn auch mit Unterbrechungen – und eine Stabilisierung der Höchsttemperaturen unter 30 °C, begleitet von wechselndem Wind und einem milderen Wärmegefühl. Atmosphärenmodelle und Meteorologen vor Ort sind sich einig, dass die Niederschläge zwar nur kurz und lokal begrenzt sein werden, aber ausreichen, um die Trockenheit zu durchbrechen und die Grundwasserleiter und städtischen Reservoirs teilweise wieder aufzufüllen.
Obwohl es in Madrid mehr als 70 Tage lang nicht geregnet hat, ist die Situation der Stauseen weiterhin günstig und im historischen Vergleich stabil. Die dreizehn vom Canal de Isabel II verwalteten Stauseen erreichten Anfang September 80,4 % ihrer maximalen Kapazität und lagen damit fast 14 Punkte über dem für diese Zeiträume üblichen Durchschnitt. Dieser Wert ist der fünftbeste in den letzten 30 Jahren und erklärt sich sowohl durch die ergiebigen Regenfälle im Frühjahr als auch durch den mäßigen Wasserverbrauch, der in diesem Sommer noch stärker zurückgegangen ist.