Madrid hat gerade eines seiner ehrgeizigsten Stadtentwicklungsprojekte auf den Weg gebracht: Los Cerros im Südosten der Stadt – ein neues Stadtviertel, das als neues Stadtviertel konzipiert ist und im Osten der Hauptstadt eine große grüne Lunge schaffen soll. Mit einer Gesamtfläche von 4,7 Millionen Quadratmetern, von denen 1,7 Millionen für öffentliche Grünflächen vorgesehen sind, wird dieses Gebiet flächenmäßig den El Retiro-Park übertreffen und markiert einen neuen Maßstab bei der Integration von Natur und Wohnen in die Madrider Stadtplanung. Die kürzlich erteilte Genehmigung der Stadtverwaltung, die Erschließungsarbeiten und den Bau in Phase 1 gleichzeitig voranzutreiben , bedeutet in der Praxis, dass der Startschuss für den eigentlichen Bau des neuen Stadtviertels gefallen ist.
Los Cerros liegt im Stadtteil Vicálvaro, zwischen Coslada, San Fernando de Henares und El Cañaveral, an einem Standort, der bisher als Stadtrand fungierte und nun die Expansion der Stadt in Richtung Südosten vorantreiben soll. Das Projekt wird rund 170 Hektar Naturflächen und Parks umfassen, was es zum Gebiet mit der größten Fläche an öffentlichen Grünanlagen in Madrid macht. Nach Angaben der Stadtverwaltung und der Bauträger sind die Pflanzung von mehr als 7.000 Bäumen und 100.000 Sträuchern sowie die Aufforstung von 2.500 bestehenden Bäumen vorgesehen, wodurch die Verbindung zum künftigen „Bosque Metropolitano“ und zum Grüngürtel der Hauptstadt gestärkt wird.
Tausende Wohnungen, die Hälfte davon im sozialen Wohnungsbau

Parallel zu diesem großen grünen Vorhaben wurde Los Cerros so konzipiert, dass es einen bedeutenden Anteil an bezahlbarem Wohnraum in Madrid schafft. Das Projekt umfasst 14.276 Wohnungen, von denen etwa 50 % in irgendeiner Form geschützt sein werden – von öffentlichen Bauprojekten bis hin zu Modellen für geförderten Wohnraum in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft. Mehr als 2.000 dieser Wohnungen werden direkt von der Stadtverwaltung Madrid gebaut, wie die stellvertretende Bürgermeisterin Inma Sanz erklärte, um das Angebot für junge Menschen und Familien zu stärken, die nach günstigeren Preisen suchen.
Das Ausmaß des Bauvorhabens geht mit einem bedeutenden Dienstleistungs- und Versorgungsangebot einher: Mehr als 550.000 m² Fläche sind für wirtschaftliche Aktivitäten und Einrichtungen vorgesehen, wodurch das Viertel mit Geschäften, Büros, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen versorgt werden kann, ohne ausschließlich auf andere Stadtteile angewiesen zu sein. Das Ziel ist, dass Los Cerros nicht nur eine Schlafstadt bleibt, aber der Prozess, bis dieser Zusammenhalt im Viertel wirklich entsteht, wird Jahre, ja sogar Jahrzehnte dauern. Außerdem entstehen in den verschiedenen Bauphasen 15.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze.
Grünes Licht für die gleichzeitige Durchführung der Bauarbeiten
Die jüngste Entscheidung des Stadtrats, die gleichzeitige Erschließung und Bebauung in Phase 1 von Los Cerros zu genehmigen, ist ein wichtiger Meilenstein im Projektzeitplan. Bislang schritten die Erschließungsarbeiten unabhängig voran, doch diese Maßnahme ermöglicht es, mit dem Bau der Gebäude parallel zur Errichtung von Straßen, Versorgungsnetzen und Freiflächen zu beginnen, wodurch sich die Fertigstellungsfristen für die ersten Wohnungen verkürzen.
Die Bauträger schätzen, dass – sofern das derzeitige Tempo beibehalten wird und die behördlichen Verfahren bestätigt werden – die ersten Schlüssel noch vor Ende 2026 übergeben werden könnten, wobei die übrigen Bauabschnitte schrittweise folgen, bis gegen Ende des Jahrzehnts die geplante vollständige Belegung erreicht ist. Diese Überlappung der Bauphasen soll die klassische Leere bei Großprojekten vermeiden, bei denen die Wohnungen bezugsfertig sind, während die Umgebung noch nicht fertiggestellt ist, und den ersten Bewohnern schon von Anfang an ein Mindestmaß an Dienstleistungen und Grünflächen garantieren.