In Madrid bricht der Anstieg der Immobilienpreise Monat für Monat neue Rekorde. Im Januar 2026 lag der Durchschnittspreis für Immobilien in der Hauptstadt bei 5.861 Euro pro Quadratmeter, dem höchsten Stand aller Zeiten und schon ganz nah an der psychologischen Grenze von 6.000 Euro/m², wie die neuesten Daten des Portals Idealista zeigen. Der Anstieg beträgt 0,7 % mehr als im Dezember, 2,7 % in nur drei Monaten und vor allem 14,8 % gegenüber Januar 2025, was zeigt, dass der Preisanstieg trotz hoher Zinsen und Schwierigkeiten beim Zugang zu Wohnraum nicht gebremst wurde.
Während die Hauptstadt einen Rekord nach dem anderen bricht, liegt der Durchschnittspreis für Wohnraum in Spanien bei 2.650 Euro/m², weniger als die Hälfte des Preises in Madrid. Der nationale Anstieg im Jahresvergleich ist sogar noch etwas höher, nämlich 18,4 %, geht aber von einem viel niedrigeren Niveau aus, was die Kluft zwischen der Hauptstadt und dem Großteil des Landes deutlich macht. Der Kauf einer Immobilie in Madrid ist heute im Durchschnitt mehr als doppelt so teuer wie in Spanien insgesamt, eine Kluft, die die Emanzipation junger Menschen erschwert und viele Familien dazu zwingt, nach Alternativen im Großraum Madrid oder sogar in anderen Provinzen zu suchen.
Ein Blick auf einen Rekord: allgemeine Preisanstiege in Madrid
Bildnachweis: Comunidad de Madrid
Die interne Preiskarte zeigt eine Stadt, die in zwei Teile gespalten ist. Am oberen Ende liegt Salamanca mit fast 10.000 Euro/m² (9.968), gefolgt von Chamberí (8.873 Euro/m²), Chamartín (7.971), Retiro (7.691) und Centro (7.322). Das sind laut Idealista die fünf teuersten Stadtteile, wo eine 80 Quadratmeter große Wohnung locker über 700.000 oder 800.000 Euro kosten kann, was diese Gegenden zu Gebieten macht, die fast nur für Leute mit hohem Einkommen oder großem Vermögen zugänglich sind.
Am unteren Ende der Tabelle stehen weiterhin Villaverde (2.823 Euro/m²), Puente de Vallecas (3.287), Usera (3.348), Villa de Vallecas (3.560) und Carabanchel (3.573), die fünf „erschwinglichsten” Stadtteile für den Kauf einer Wohnung in der Stadt. Aber auch hier hat sich die Lage angespannt:Villaverde und Puente de Vallecas führen die jährlichen Steigerungen mit einem Anstieg von 27,9 % bzw. 26,9 % an, während Carabanchel um 23 % an Wert gewonnen hat. Das Ergebnis ist, dass die Kluft zwischen dem teuersten und dem günstigsten Stadtteil jetzt über 7.000 Euro/m² beträgt, aber die prozentualen Steigerungen sind gerade in den Gebieten höher, in denen Wohnraum früher am günstigsten war.