Das Wasser in Madrid ist gleichermaßen Grund zum Stolz und Gegenstand von Memes, aber es ist eine Tatsache, dass man in der Hauptstadt Wasser aus dem Wasserhahn trinken kann. Jetzt öffnet der Canal de Isabel II, der für die Wasserversorgung Madrids zuständig ist, zum ersten Mal in organisierter Form seine Anlagen für Besichtigungen.
Die Führung führt zu den historischen Anlagen des Canal de Isabel II, seiner Zentrale in Santa Engracia – genau dort, wo 1858 das Wasser aus dem Lozoya erstmals in die Hauptstadt floss. Anlässlich seines 175-jährigen Jubiläums veranstaltet das staatliche Unternehmen am 21. und 22. März Tage der offenen Tür mit kostenlosen Führungen, und zwar in vier Vormittagsgruppen (10:00 und 12:00 Uhr) und mit sehr begrenzter Teilnehmerzahl: insgesamt nur 540 Plätze.
Etwa 90 Minuten lang werden die Besucher diese historischen Wasserbehälter besichtigen, die alte Pumpstation kennenlernen und direkt von den Mitarbeitern erfahren, wie eines der wichtigsten städtischen Wasserversorgungsnetze der Welt entworfen wurde und sich weiterentwickelte. Es ist eine einmalige Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen einer Infrastruktur zu werfen, die normalerweise verschlossen bleibt, und zu verstehen, wie das Wasser mitten im 19. Jahrhundert zu einer kontinuierlichen und modernen Versorgung wurde.
Wie die Besichtigungen ablaufen und wer teilnehmen kann

Die Führungen sind für Personen ab 14 Jahren gedacht und werden von Mitarbeitern des Canal de Isabel II geleitet, die dich durch unterirdische Stollen, alte Wasserspeicher und Technikräume führen und dabei historische Erläuterungen mit Details darüber verbinden, wie der gesamte Wasserkreislauf heute funktioniert. Eine vorherige Anmeldung ist Pflicht und ist seit letzten Freitag über diesen Link möglich; jeder muss sich einen Platz in einem der vier Termine reservieren, die alle vormittags stattfinden, aber derzeit sind alle schon ausgebucht.
Wer eine Eintrittskarte ergattert, kann auch einen seltenen Blick auf die Quelle des Flusses Lozoya in der Bravo Murillo werfen und so einen Rundgang abschließen, der Industriekultur, Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts und Umweltbewusstsein mitten im Zentrum von Madrid vereint.