Los Berrocales, eines der neuen Viertel, die im Südosten der Hauptstadt entstehen, wird auch eines der Labore für bezahlbaren Wohnraum in der Stadt sein: In diesem Jahr starten dort die Bauarbeiten für fast 1.000 Sozialwohnungen in einem Gebiet, das insgesamt 22.285 Wohnungen umfassen wird, von denen mehr als die Hälfte sozialer Wohnraum sein wird. Die neuen Bauprojekte sind Teil des Plans „Suma Vivienda”, einer Initiative der Stadtverwaltung, die darauf abzielt, öffentliche Grundstücke und die Zusammenarbeit mit privaten Bauträgern zu kombinieren, um den Bau von Mietwohnungen zu begrenzten Preisen zu beschleunigen. In der Praxis heißt das, dass die Mieter nicht mehr als 30 % ihres Familieneinkommens für Miete ausgeben müssen und dass bei den ausgeschriebenen Grundstücken sogar ein zusätzlicher Rabatt von 5 % auf die maximale Miete gewährt wird, mit Verträgen mit einem Erbbaurecht von 65 Jahren, bevor die Gebäude in den Besitz der Stadt übergehen.
Nach Angaben der EMVS Madrid sind in Los Berrocales bereits rund 2.070 Wohnungen für bezahlbaren Wohnraum in verschiedenen Phasen der Ausschreibung und Ausführung in Arbeit, von denen 875 direkt von der Stadt gefördert werden und etwa 1.194 im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft entstehen.
Sozialwohnungen in Madrid

Die erste Welle von fast 1.000 Wohnungen wird durch eine weitere Phase mit etwa 220 weiteren Wohnungen ergänzt, während im benachbarten Bauprojekt Los Ahijones etwa 600 Wohnungen geplant sind, was die Rolle des Südostens als neuer Korridor für Sozialwohnungen in Madrid stärkt. Die Stadtverwaltung bettet diese Maßnahmen in einen umfassenderen Plan ein. Im Jahr 2026 plant EMVS Madrid den Baubeginn von rund 2.500 erschwinglichen Mietwohnungen in 22 Wohnanlagen, die sich über sechs Stadtbezirke verteilen, und festigt damit seine Position als einer der größten öffentlichen Bauträger des Landes.
In städtebaulicher Hinsicht kommt der Bau von Sozialwohnungen in Los Berrocales gleichzeitig mit den ersten privaten Bauprojekten und der Grundausstattung, was aber nicht verhindern konnte, dass die Preise in diesem Viertel und dem Rest der Region in die Höhe geschossen sind.