Der symbolische krönende Abschluss des neuen Parque Ventas wird weder eine Bank noch eine Skulptur sein, sondern ein monumentaler Springbrunnen, der direkt in die Riege der höchsten Madrids aufsteigt. Die Stadtverwaltung wird über das Referat für Bau und Infrastruktur auf der neuen Grünfläche über der M‑30 einen bis zu 10 Meter hohen Wassermonolithen errichten, der vom Stadtteil Salamanca aus als großes Eingangstor zum Park dienen wird. Die Fundamentarbeiten haben gerade begonnen, und nach den Plänen der Stadt soll der Brunnen noch in diesem Herbst fertig sein – sogar noch vor der vollständigen Einweihung der „grünen Brücke“, die für 2027 geplant ist.
Nach dem von der Stadtverwaltung vorgestellten Entwurf handelt es sich um einen vertikalen Monolithen, der aus drei geschwungenen Wänden aus Stahlbeton besteht, deren Höhe zwischen 7 und 10 Metern schwanken wird. Darauf wird das Wasserspiel gestaltet: Wasserflächen, Kaskaden und Strahlen, die das Bauwerk in einen zeitgenössischen, monumentalen Brunnen verwandeln, der eher der Sprache der Architektur als der der klassischen Bildhauerei nahekommt.
Das Ensemble wird auf der Plaza de la América Española entstehen. Von Cibeles aus, so die Stadtverwaltung, „wird es schon von weitem als städtischer Orientierungspunkt dienen“, das heißt, es wird als erkennbares Wahrzeichen in der Skyline dieser relativ ruhigen Gegend von Ventas zu sehen sein, mit einem Seitenblick auf die M-30.
Höher als Cibeles und Neptuno (aber nicht der höchste in Madrid)
Mit ihren 10 Metern wird eine der drei geschwungenen Wände des Brunnens im Parque Ventas direkt auf Platz zwei der Rangliste der höchsten Brunnen Madrids landen. Er wird zwei der großen Wahrzeichen der Stadt an Höhe übertreffen: Cibeles und Neptuno, deren Steinskulpturen etwa 8 Meter hoch sind.
Der höchste monumentale Brunnen Madrids bleibt weiterhin der Juan-de-Villanueva-Brunnen im Parque del Oeste, der 21 Meter hoch ist und damit doppelt so hoch wie das neue Werk in Ventas. Aber die Absicht ist klar: Die Stadtverwaltung möchte, dass der Eingang zum Park ein Element mit starker Präsenz erhält, das sich in die Tradition der großen städtischen Brunnen der Stadt einreiht und gleichzeitig diese Formensprache mit einer eher megalithischen und zeitgenössischen Ästhetik aktualisiert.
Parque Ventas: eine 16.370 m² große grüne Brücke über die M-30

Der Brunnen wird einen der Zugänge zu einem der Vorzeigeprojekte dieser Legislaturperiode schmücken: den Parque Ventas, die grüne Brücke, die einen Abschnitt der M-30 überdachen wird, um die Stadtteile Salamanca und Ciudad Lineal fußgängerfreundlich und landschaftlich miteinander zu verbinden. Das Projekt schafft einen neuen, 16.370 m² großen Raum über der Schnellstraße und verbindet die Quinta de la Fuente del Berro mit der Grünfläche auf der anderen Seite der Ringstraße über eine etwa 197 Meter lange Plattform.
Die Bauarbeiten, deren Investitionsvolumen bei rund 70–79 Millionen Euro liegt, begannen im Jahr 2025 und werden bis zum Frühjahr 2027 andauern. Auf der Anlage werden 960 Bäume und mehr als 48.800 Sträucher gepflanzt, außerdem werden Kinderspielplätze, Fitnessgeräte, ein Veranstaltungsbereich, ein Kiosk, Springbrunnen, Bänke und Mülleimer installiert.