Der Kauf einer neuen Immobilie in Madrid ist zu einem Risikosport geworden: steigende Preise, begrenztes Angebot in etablierten Gegenden und große Erwartungen an die neuen Bauprojekte.
Auf dieser Karte, im Südosten, taucht Los Cerros wie ein kleines Fenster auf, in dem es trotz Neubau noch erschwingliche Preise gibt. Die Wohnanlage teilt sich die strategisch günstige Lage mit Valdecarros oder Los Ahijones, startet aber mit deutlich niedrigeren Preisen. Wir sprechen von neuen Wohnungen um die 300.000 Euro, also rund 100.000 Euro weniger als vergleichbare Objekte in anderen, „angesagteren“ Nachbarvierteln. Für alle, die in Madrid-Stadt ein neues Zuhause suchen, ohne sich in die Luft zu sprengen, wird dieses Viertel langsam zu einem Namen, den man sich unbedingt merken sollte.
Seit Jahren richtet sich das natürliche Wachstum der Stadt nach Südosten: große Grundstücksreserven, gute Anbindungen an die M-45, M-50 und A-3/A-4 sowie ein enormes Potenzial für neuen Wohnraum angesichts der Erschöpfung klassischer Stadtviertel. Valdecarros und Los Ahijones haben einen Großteil der Schlagzeilen als die großen Bauprojekte dominiert, die den Immobilienmarkt in Madrid entlasten sollen. Es handelt sich um langfristige Projekte mit Tausenden von geplanten Wohnungen, einer Mischung aus Sozialwohnungen und frei finanzierten Wohnungen sowie einem starken Fokus auf Grünflächen und breite Verkehrsachsen. In diesem Zusammenhang erscheint Los Cerros wie der kleine Bruder, der ohne großes Medienaufsehen ein Preis-Lage-Verhältnis bietet, das innerhalb des Stadtgebiets nur schwer zu finden ist.
Los Cerros: neues Viertel, eine weitere Chance

Los Cerros liegt ebenfalls im Südosten Madrids, in logischer Fortsetzung der Entwicklung des Ensanche de Vallecas–El Cañaveral und des zukünftigen Wachstums in Richtung der M-45. Es ist ein fast von Grund auf neu gestaltetes Expansionsgebiet mit einer Stadtplanung aus breiten Alleen, Parks, Boulevards und Sportanlagen im Stil der neuen Stadtviertel, die in den letzten Jahren am Stadtrand Madrids entstanden sind.
Der große Unterschied zu anderen Projekten ist, dass die Preise hier moderater sind. Während in anderen neuen Stadtvierteln im Südosten die ersten Angebote an guten Standorten für 3-Zimmer-Wohnungen mit guter Ausstattung und Gemeinschaftsbereichen bereits locker über 400.000 Euro liegen, werden in Los Cerros ähnliche Objekte für rund 300.000 Euro auf den Markt gebracht.
Wie in jedem neuen Viertel ist die größte Unsicherheit für den Käufer die Frage nach der Zwischenzeit: Wie wird die tatsächliche Mobilität in den ersten Jahren aussehen, welche öffentlichen Verkehrsmittel wird es geben, wie viele Geschäfte werden eröffnen und wie lange wird es dauern, bis Schulen und Gesundheitszentren entstehen? Es ist absehbar, dass das eigene Auto anfangs eine wichtige Rolle spielen wird, mit Anbindungen an die großen Ringstraßen (M-45, M-50) und die nächstgelegene Schnellstraße. Der öffentliche Nahverkehr kommt meist in Wellen: erst Busse, dann Ausbau oder Verstärkung der Linien und auf längere Sicht mögliche Erweiterungen der U-Bahn oder der S-Bahn, wenn sich die Bebauung etabliert – doch in diesem Fall gibt es keine Ankündigung der CAM dazu.