Die Station Santiago Bernabéu wird eine der tiefgreifendsten Veränderungen im Madrider U-Bahn-Netz erfahren, und das auch noch unter einem neuen Namen. Ab ihrer Wiedereröffnung im Jahr 2027 wird sie einfach „Bernabéu“ heißen, in Übereinstimmung mit dem neuen Image des Stadions, das auch auf das „Santiago“ in seiner kommerziellen Nomenklatur verzichtet hat. Mit dieser Entscheidung, die vom stellvertretenden Minister für Wohnungsbau, Verkehr und Infrastrukturen der Stadt Madrid bestätigt wurde, soll die Wiedereröffnung dieser Haltestelle mit der Markenstrategie von Real Madrid in Einklang gebracht werden, die im März 2027 das 80-jährige Bestehen des Stadions feiern wird, was mit dem 125-jährigen Bestehen des Vereins zusammenfällt.
Dies ist die dritte Umbenennung des Bahnhofs seit seiner Eröffnung im Jahr 1982 anlässlich der Fußballweltmeisterschaft, als er noch Lima hieß. Im Jahr 1998 wurde er zu Ehren des Präsidenten von Real Madrid in Santiago Bernabéu umbenannt, und nun wird er einen weiteren Schritt in Richtung Vereinfachung machen. Doch die Namensänderung ist nur die Spitze des Eisbergs: Nach mehr als vier Jahrzehnten Betrieb steht dem Bahnhof eine umfassende Umgestaltung mit einem Budget von 66 Millionen Euro bevor. Die Arbeiten begannen im Februar 2024 und sind bereits zu 35 % abgeschlossen.
Eine gigantische Bahnhofshalle und modernste Technik
Der neue Bahnhof wird von den jetzigen engen Gängen in eine große zentrale Halle von 12.000 Quadratmetern umziehen, von der aus die Zwischenebenen und Bahnsteige direkt einsehbar sein werden. Er wird über 12 Panoramaaufzüge und 24 Rolltreppen sowie über Zugangsdrehkreuze und hochmoderne Verkaufsautomaten verfügen, um den mehr als 34 000 Fahrgästen, die sich an Spiel- oder Veranstaltungstagen im Bahnhof einfinden, einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.
Die Ästhetik wird direkt mit der Geschichte von Real Madrid verbunden sein, mit Bildern, Referenzen und thematischer Dekoration, die den Raum in eine Erweiterung des Stadions verwandeln wird.

Die Arbeiten schreiten zügig voran: Die Fundamente in 40 Metern Tiefe sind bereits fertiggestellt, und die Dachplatte wird es ermöglichen, dass der Verkehr auf dem Paseo de la Castellana bis Ende Januar 2026 wieder aufgenommen werden kann. Danach wird das alte Dach abgerissen und die neue Inneneinrichtung integriert. Der Termin für die Wiedereröffnung ist für die erste Hälfte des Jahres 2027 vorgesehen, möglicherweise am 6. März, einem großen Tag für die Fans von Madrid.