Es ist zur Tradition geworden, den 1. Januar mit den Wiener Philharmonikern und ihrem mit Spannung erwarteten Neujahrskonzert zu begrüßen. Aus dem Fernsehen hört man die von der Familie Strauß komponierten Walzer und Polkas, mit bekannten Werken wie der Blauen Donau oder dem Radetzkymarsch, der das Konzert mit dem Klatschen des Publikums im Rhythmus der Musik beschließt.
In diesem Jahr muss man nicht bis nach Wien fahren, um das Konzert an Ort und Stelle zu genießen. Am 4. Januar 2026 kommt das Neujahrskonzert des Johann-Strauß-Ensembles der Wiener Symphoniker in das Teatro Gran Vía in Madrid.
Das Ensemble unter der Leitung des Geigers Kirill Maximov wird mit einem Programm, das die bedeutendsten Märsche, Polkas und Walzer des traditionellen Repertoires vereint, die Wiener Atmosphäre wieder aufleben lassen. Die Protagonisten sind die Komponisten der Strauss-Familie, und die Veranstaltung, die um 12:00 Uhr beginnt, wird etwa 85 Minuten dauern.
Eine musikalische Reise nach Österreich

Nur wenige Tage nach dem traditionellen Konzert am ersten Tag des Jahres werden die österreichischen Musiker in Spanien eintreffen und ein einzigartiges Erlebnis bieten. Die Website des Teatro Gran Vía in Madrid hebt „die sorgfältige Auswahl der Stücke auf dem Programm, die Präzision und Virtuosität der Wiener Musiker und den feierlichen Charakter des Konzerts“ hervor.
Das 1965 gegründete Johann-Strauss-Ensemble ist die exakte Nachbildung des Orchesters, mit dem Johann Strauss II. 1844 seine Karriere begann, und verkörpert somit eine jahrhundertelange Tradition. Mit dieser Veranstaltung in Madrid wird das Jahr 2026 begrüßt, und die Karten sind bereits zu Preisen ab 74,55 Euro erhältlich.
Eine Stradivari-Geige aus dem Jahr 1716

In der Tradition des österreichischen Originalensembles wird der Konzertmeister, die erste Violine, die Musiker bei diesem ikonischen Konzert anführen. Bei dieser Gelegenheit wird Kirill Maximov für den Rhythmus sorgen und dem Publikum das Programm vorstellen.
Der Geiger, der seine Ausbildung im Alter von fünf Jahren begann, kann auf eine lange Karriere zurückblicken. Er ist nicht nur Preisträger mehrerer internationaler Violinwettbewerbe, sondern trat auch als Solist in Sinfonieorchestern u. a. in Deutschland, Rumänien, Moldawien und Kiew auf.
In seinen Händen hält er eine Geige mit einer jahrhundertealten Geschichte. Das Instrument, auf dem er spielt, ist die „Antonio Stradivari ex Baron Oppenheim„, die 1716 in Cremona gebaut wurde, während des goldenen Zeitalters der Stradivari-Geigen. Es gibt weltweit nur 300 Exemplare und ist eine Leihgabe aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbank, mit der er das Publikum zu begeistern weiß.