Die digitale Kluft zwischen dem Zentrum Madrids und seinen Nachbargemeinden beginnt sich heute zu schließen. Wenn Sie in Getafe, Leganés oder Parla wohnen, kann Ihnen Ihr Mobiltelefon ab sofort mehr Informationen über den öffentlichen Nahverkehr bieten, denn das Konsortium für den Regionalverkehr in Madrid (CRTM) hat damit begonnen, die Überlandbusflotte in das Echtzeitsystem von Google Maps zu integrieren.
Diese Funktion, die den Nutzern der EMT (blaue Busse der Hauptstadt) seit März letzten Jahres zur Verfügung steht, war eine der historischen Forderungen der Fahrgäste in der „grünen Zone“. Bis gestern wurde bei der Abfrage einer Überlandverbindung auf Google nur der theoretische Fahrplan angezeigt, eine statische, auf Papier gedruckte Zahl, die nur selten mit der Realität des Verkehrs auf der A-42 oder der A-6 übereinstimmte.
Die Freischaltung erfolgt noch nicht massiv, sondern gestaffelt. Die ersten Fahrzeuge, die geolokalisiert auf der Karte erscheinen, gehören zu den Linien des Corredor Sur. Fahrgäste auf diesen Strecken können bereits sehen, wie sich das Bussymbol auf dem Bildschirm bewegt, oder sie erhalten rote Verspätungswarnungen, die auf der GPS-Position des Fahrzeugs und nicht auf einer algorithmischen Schätzung basieren.
Nach dieser ersten Phase der technischen Erprobung im Süden soll in den kommenden Wochen das gesamte Fernverkehrsnetz in das System integriert werden. Ziel ist es, dass bis Ende des Jahres oder Anfang 2026 jeder Reisende von der Sierra Norte bis zum Corredor del Henares über die gleiche Informationsgenauigkeit verfügt wie ein Bewohner des Viertels Salamanca.
Was ändert sich für den Reisenden?

Der Unterschied ist erheblich. Bisher sagte Google Maps: „Abfahrt um 14:15 Uhr geplant“. Wenn der Bus um 14:12 Uhr abfuhr und Sie um 14:14 Uhr ankamen, haben Sie ihn verpasst, ohne es zu wissen. Mit der neuen Integration sagt die Anwendung: „Abfahrt in 3 Minuten (pünktlich)“ oder „Verspätung: kommt um 14:22 Uhr an“.
Dieser technologische Sprung basiert auf den offenen Daten der Betriebshilfesysteme für Busse (OAS), die direkt mit den Servern von Google verbunden sind. Dies bringt den Dienst in Einklang mit spezifischen Anwendungen wie Tu Transporte Madrid oder Moovit, aber mit dem Vorteil, dass nichts extra installiert werden muss, da er in die App integriert ist, die die meisten Leute bereits zum Gehen oder Fahren verwenden.