Nach 45 Jahren ist Madrid wieder Teil des Kalenders der Formel-1®-Weltmeisterschaft: Der FORMULA 1 TAG HEUER GRAND PRIX VON SPANIEN 2026, eines der prestigeträchtigsten Sportereignisse der Welt, findet vom 11. bis 13. September statt.
Neben dem Bau einer neuen Rennstrecke geht es darum, rund um das Rennen ein Erlebnis zu schaffen, das Sport, Technik und Unterhaltung vereint.
11 September 2026 10:00
Die Rückkehr der Formel 1® nach Madrid: ein historisches Ereignis
Die Rennwagen sind alte Bekannte der Stadt. Nicht umsonst fanden in den 60er-, 70er- und frühen 80er-Jahren auf dem Circuito del Jarama Weltmeisterschaftsrennen statt. Auf dieser Rennstrecke konnten die Madrider Rennsportgrößen wie Niki Lauda, Emerson Fittipaldi, Alain Prost oder Gilles Villeneuve beim Fahren zusehen.

Villeneuve (und auch Prost) fuhren bei dem Rennen mit, das das letzte offizielle Rennen dieser Sportart in Madrid sein sollte. Es war das Jahr 1981, und Villeneuve holte sich am Steuer des Ferrari einen Podiumsplatz. Diesen September, 45 Jahre später, werden wir Fahrer wie Max Verstappen, Charles Leclerc, Lando Norris, Fernando Alonso oder Carlos Sainz (der bei diesem Grand Prix eine eigene Tribüne haben wird) fahren sehen.
Madring Circuit, eine rasante Rennstrecke mit der längsten Überhöhungskurve
Die neue Stadtrennstrecke im semi-urbanen Format umrundet das IFEMA-Messegelände und einen Teil von Valdebebas. Die Rennwagen werden 57 Runden auf der Strecke fahren – eine Strecke von 5,47 Kilometern mit 22 Kurven und zwei Tunneln. Auf einigen Abschnitten werden Geschwindigkeiten von über 320 km/h erreicht, und es gibt verschiedene Überholzonen.
Eines der großen Highlights ist die sogenannte „La Monumental“, eine überhöhte, halbkreisförmige und komplexe Kurve. Sie stellt für die Fahrer aufgrund ihrer großen Länge (550 Meter) und einer Überhöhung von 24 % eine Herausforderung dar. Das bedeutet, dass etwa 45.000 Zuschauer die rund sechs Sekunden dauernde Kurvenfahrt live miterleben können.
Die ersten Testfahrten mit Carlos Sainz, Leclerc und Hamilton
Erst vor wenigen Tagen testeten Leclerc und Hamilton gemeinsam mit dem Ferrari-Team den Asphalt des Madring Circuit.
Aber der Erste, der die Rennstrecke testete, war Carlos Sainz. Er hob unter anderem die längste Gerade der Strecke (837 Meter) hervor: „Hier werden wir auf 320, 330 km/h kommen.“
Außerdem die „Subida de las Cárcavas“: „Das ist der Hammer, weil sich die Strecke hier öffnet und es mehr Platz gibt, mit schnellen Kurven … Hier werden wir Formel 1 in vollen Zügen genießen.“ An der „La Monumental“ fallen vor allem der Höhenunterschied und der Kurvenausgang auf: „Man sieht nur den Himmel von Madrid, von Madrid bis zum Himmel.“
Die F3 vor Ort – zwei Wochen vor dem Rennen
Zwei Wochen vor dem Großen Preis von Spanien veranstaltet der Madring Circuit ein F3-Testrennen. Die Tage 24. und 25. August dienen dazu, „die sportlichen, betrieblichen und sicherheitstechnischen Abläufe der Rennstrecke unter realen Rennbedingungen zu überprüfen“, wie die FIA in einer Pressemitteilung schreibt.
Carlos Sainz fährt „zu Hause“

Wenn es etwas gibt, das an diesem Rennen besonders hervorsticht, dann ist es die emotionale Komponente für einen der heimischen Fahrer. Carlos Sainz wird zum ersten Mal vor heimischem Publikum an den Start gehen. Der Madrider kam 2015 in die Formel 1® und fuhr zuvor für Teams wie Toro Rosso, Renault, McLaren, Ferrari und Williams. Mit mehr als 25 Podiumsplätzen und mehreren Pole-Positions sind wir Fans gespannt auf seine Leistung auf dieser Rennstrecke.
In der Startaufstellung finden wir Stars wie Fernando Alonso, eine lebende Legende des Sports, dessen Erfolgsbilanz unter anderem zwei Weltmeistertitel (2005 und 2006), mehr als dreißig Grand-Prix-Siege und über 100 Podiumsplätze umfasst … Eine feste Größe im Fahrerlager.
Mit dabei sind auch Max Verstappen (einer der großen Rivalen, den es zu schlagen gilt); Charles Leclerc, Lando Norris, Oscar Piastri (Vertreter der neuen Fahrergeneration), George Russell, Lewis Hamilton, Andrea Kimi Antonelli, Pierre Gasly… Die Besten aus jedem Team.
Über den Sport hinaus

Das Erlebnis rund um die Rennstrecke nimmt langsam Gestalt an. Eine der jüngsten Überraschungen war die Bekanntgabe der Michelin-Sterne-Köche, die daran teilnehmen werden. Der Schauplatz ist „La Azotea“, also der VIP-Bereich über der legendären Steilkurve von „La Monumental“. Neun Sterne-Köche werden die Gerichte für dieses gastronomische Erlebnis kreieren (darunter Mario Sandoval, Javier Bonet, Jordi Roca, Oriol Balaguer…).
Außerdem wird es Unterhaltungsbereiche, Fanzonen und Aktivitäten geben … Die werden in den Wochen davor nach und nach angekündigt. Ein großes Motorsportfestival, das sowohl Stammfans als auch neue Zuschauer anziehen soll.