Die spanische Gewerkschaft der Lokführer und Zugbegleiter (SEMAF) hat zwei neue Streiktage bei der Renfe-Gruppe für den 10. und 12. November angekündigt. Laut der Mitteilung ihres Vorstands vom 29. Oktober ist für Dienstag, den 10. November, ein Totalstreik angesetzt, während am Donnerstag, dem 12. November, den ganzen Tag über Teilstreiks stattfinden werden. Die Gewerkschaft erklärt, dass sie diese Termine gewählt hat, da dies die ersten Tage sind, an denen sie innerhalb der gesetzlichen Fristen wieder Streiks ausrufen kann.
Die neuen Aufrufe knüpfen an die Mobilisierung des Fahrpersonals vom 29. Oktober an. SEMAF stellt die Sicherheit im Bahnverkehr in den Mittelpunkt ihrer Forderungen und fordert die Umsetzung struktureller Maßnahmen, die ihrer Meinung nach unverzichtbar sind. In ihrer Mitteilung verbindet die Gewerkschaft die Fortsetzung der Proteste mit der Notwendigkeit, von den Verantwortlichen, die die Sicherheit im Bahnverkehr gewährleisten müssen, Rechenschaft und Taten einzufordern.
Betriebsstörungen und Totalstreik bei Renfe

Für die Fahrgäste liegt der Hauptunterschied zwischen den beiden Terminen in der zeitlichen Ausdehnung der Streiks: Am 10. ist ein Totalstreik angekündigt, am 12. hingegen Unterbrechungen zu bestimmten Zeiten. Die Mitteilung enthält jedoch noch keine genauen Angaben zu den Zeiten der Teilstreiks und auch keine Liste der betroffenen Züge. Ein Aufruf zu einem Totalstreik bedeutet nicht automatisch, dass alle Züge ausfallen. Auch die Mindestverkehrsleistungen wurden noch nicht im Detail bekannt gegeben, sodass sich noch nicht absehen lässt, wie viele Verbindungen aufrechterhalten werden und welche Verbindungen beeinträchtigt sein werden.
Die Ankündigung bezieht sich auf die Renfe-Gruppe und erstreckt sich nicht auf andere Bahnbetreiber. Wer am 10. oder 12. November reisen will, sollte die konkreten Informationen zu Fahrplänen, Mindestverkehr und möglichen Änderungen bei seinem Zug im Auge behalten. Bislang bestätigt die Mitteilung von SEMAF zwar die Termine und die Art der Streiks, enthält aber keine Angaben zu Umtausch- oder Rückgabebedingungen für Fahrkarten und auch keinen konkreten Zeitplan für die Auswirkungen auf Nahverkehr, Mittelstrecken- oder Hochgeschwindigkeitszüge.