Die M-30 wird auf Höhe von Ventas eine neue Grünfläche von 2.834 m² in Form von vertikalen Gärten erhalten. Sie erstreckt sich über eine Länge von 400 Metern zwischen den Kilometern 5,9 und 6,3 der M-30 – „dem Punkt mit dem höchsten Verkehrsaufkommen der Stadt“, wie die Stadtverwaltung von Madrid angibt –, wo es sechs Fahrspuren pro Richtung gibt.
Die neue Begrünungsanlage wird aus 34 mediterranen Arten bestehen, die nicht nur einen dekorativen Akzent setzen, sondern vor allem als Filter gegen Luftverschmutzung dienen, indem sie Schwebeteilchen binden oder Verbindungen wie Kohlenwasserstoffe und Stickoxide absorbieren.
Was die Pflege angeht, hat die Madrider Stadtverwaltung erklärt, dass ein automatisiertes und intelligentes Bewässerungssystem mit Rückführung von recyceltem und aufbereitetem Wasser aus dem Canal de Isabel II zum Einsatz kommen wird.
Damit verfügt die Hauptstadt künftig über zwei vertikale Gärten auf der Ringstraße, nachdem 2023 die ersten auf der Avenida de la Ilustración unter dem Namen Calle 30 Natura angelegt wurden.
Welche Auswirkungen hat die Begrünung der M-30?

Eine Maßnahme dieser Art könnte den Wärmeinseleffekt verringern, die Lärmbelastung reduzieren und die Luftqualität verbessern. Außerdem kann sie die Anwesenheit von bestäubenden Insekten und Vögeln in der Gegend fördern und so als „Anziehungspunkt für die Artenvielfalt“ dienen.
Wann beginnen die Arbeiten zur Begrünung der M-30?
Die Stadtverwaltung von Madrid plant, die Arbeiten noch in diesem Sommer zu beginnen, und geht davon aus, dass sie voraussichtlich„bis Anfang 2027dauern werden, wobei die Arbeiten nachts durchgeführt werden, um die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich zu halten“. Das Projekt verfügt übrigens über ein Ausschreibungsbudget von 6,2 Millionen Euro.
Die Kontroverse um den Parque de Ventas: „Das ist ein Aufruf zur Gentrifizierung“

Der Abschnitt der M-30, an dem diese Begrünung angelegt wird, liegt direkt neben dem zukünftigen Parque Ventas, dem Projekt, mit dem die Stadtverwaltung von Madrid die Stadtteile Ciudad Lineal und Salamanca „landschaftlich“ miteinander verbinden will.
Die Anwohner dieser Stadtteile haben jedoch über die Plattform der von der M-30 Betroffenen ihren Widerstand gegen das Projekt bekundet, da sie der Ansicht sind, dass es „die Gentrifizierung und die touristische Nutzung von Wohnungen vorantreiben“ werde.