Laufen in Madrid ist nicht nur etwas für große Veranstaltungen wie den Marathon am vergangenen Sonntag. In der Stadt sieht man oft Sportler, die zu Fuß unterwegs sind, aber es gibt einen Nutzer, der in den sozialen Netzwerken durch seine besonderen Routen aufgefallen ist.
Es handelt sich um Pablo Sievert, den jungen Läufer, der die Strecken der verschiedenen U-Bahn-Linienoberirdisch nachläuft, mit Läufen von bis zu 30 Kilometern. Sein Instagram-Account widmet sich dem Laufen und in den letzten Wochen hat er bereits die Linien 2, 3, 6, 7, 8 und 11 der Madrider U-Bahn absolviert.
„Lerne Madrid beim Laufen kennen“

Alles begann mit einem Video am 2. April, mit dem er seine Rubrik„Lerne Madrid beim Laufenkennen“ startete. Darin lief er die gesamte Linie 3 entlang, von Moncloa bis zum Casar, vorbei an Wahrzeichen wie Callao bis hin zu anderen Stadtvierteln wie Villaverde oder San Cristóbal de los Ángeles.
Im Laufe des Videos erzählt Pablo Sievert nicht nur von seiner sportlichen Leistung, sondern auch von den Eindrücken, die die Stadt auf ihn macht, und von den Orten, die ihn am meisten überraschen. So teilt er seinen Followern mit, ob ihm die Gegenden sicher erscheinen, ob er sie schon einmal gelaufen ist oder ob es mehr oder weniger ruhige Orte zum Laufen sind.
Seine Follower entscheiden

Mit mehr als 28.000 Followern auf Instagram beschloss Pablo Sievert , die Entscheidung über die nächste Route, die er laufen würde, seiner Community zu überlassen . So entstand eines seiner beliebtesten Videos, das der Linie 2 gewidmet ist und in dem er zugab:„Die Innenstadt ist sehr schön, aber es ist sehr schwer, hier zu laufen.“
Er hat auch die Fragen seiner Follower beantwortet und betont , was für eine große Herausforderung es ist , sich auf der Strecke nicht zu verlaufen, sie aufzuzeichnen und auf den Verkehr zu achten, um jederzeit sicher zu sein. „Ich kann nicht genau sagen, wann ich eine bestimmte Linie laufen werde, weil das Herausforderungen sind, die ziemlich viel Zeit erfordern“, gesteht er im Video.
Sightseeing im Rhythmus des Laufens
Die U-Bahn war jedoch nicht der erste Kontakt des Läufers mit der Stadt Madrid, denn er hatte bereits Läufe durch die Stadt dokumentiert, wie zum Beispiel die über 10 Kilometer lange Strecke auf der Calle Alcalá, wobei er Sport mit Stadttourismus verband.
So lädt er dazu ein, die Stadt aus der Perspektive eines Läufers zu erkunden. Seine Inhalte richten sich zwar hauptsächlich an Läufer, erreichen aber auch alle, die sich für Madrid interessieren und die Straßen der Stadt mal auf eine andere Art kennenlernen wollen.