Die Geschichte des Zuges zum Warner Park, eines der größten Beispiele für die Verschwendung von Infrastrukturen in der Gemeinschaft Madrid, hat ein neues Kapitel: Die Regionalregierung wurde aufgefordert, 7,56 Millionen Euro mehr für eine Vorortbahn zu zahlen, die seit 13 Jahren nicht mehr benutzt wird und deren Bau rund 85 Millionen Euro gekostet hat. Die Infrastruktur, die C-3a zwischen Pinto und San Martín de la Vega, wurde 2002 eingeweiht, um den Warner Park und die Gemeinde mit dem Cercanías-Netz zu verbinden. Unter der Regierung von Gallardón wurde sie jedoch von seiner Nachfolgerin Esperanza Aguirre 2012 wegen mangelnder Fahrgäste und geringer Rentabilität endgültig geschlossen.
Der neue Gesetzentwurf geht auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von Madrid zurück, das die Gemeinschaft verpflichtet, einem Bergbauunternehmen eine Entschädigung in Höhe von 7.560.102,77 Euro für die Enteignung der Rechte zum Abbau von Gips im Gebiet des Monte Espartinas zu zahlen, das damals für die Verlegung der Strecke benötigt wurde. Das Gericht hält die von der Jury für territoriale Enteignung im Jahr 2022 festgesetzte Entschädigung von etwas mehr als einer Million Euro für „unzureichend“ und kritisiert außerdem die Madrider Regierung für die zwei Jahrzehnte lange Verzögerung bei der Lösung der Entschädigungsfrage.
Ein Zug, der immer noch nicht funktioniert

Die Strecke, die einst über 15,3 Kilometer elektrifiziertes Doppelgleis, Oberleitungen und spezielle Bahnhöfe für den Themenpark verfügte, wurde bereits vor Jahren teilweise abgebaut, um trotz ihrer Schließung jährlich rund 3 Millionen Euro an Wartungskosten zu sparen. Renfe stellte den Betrieb 2012 ein, und seitdem hat die Gemeinschaft sowohl bei der Zentralregierung als auch bei privaten Betreibern erfolglos um die Wiedereröffnung des Dienstes geworben; vor einem Jahr gab die regionale Exekutive selbst zu, dass die Wiedereröffnung ohne staatliche Unterstützung nicht machbar ist.
Mit dieser neuen Entschädigung festigt der „Zug nach Warner“ seinen Ruf als Fiasko. Es handelt sich um ein Millionenprojekt mit Gesamtkosten von fast 100 Millionen, wenn man die Infrastrukturen und andere damit verbundene Verpflichtungen hinzurechnet, das seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr in Betrieb ist, aber weiterhin juristische und politische Kosten verursacht. Für San Martín de la Vega, das sich seit Jahren für die Wiederherstellung der Strecke als Instrument für Mobilität und Entwicklung einsetzt, ist das Urteil eine weitere Erinnerung an eine verpasste Chance, die heute weiter entfernt zu sein scheint als je zuvor.