Vom 14. bis 18. Februar feiert Madrid den Karneval 2026, ein Fest, das dieses Jahr unter dem Motto „Verwandlung, Spiel und kollektive Fantasie” steht. Auch wenn sich die Aktivitäten und Programmpunkte jedes Jahr ändern, gibt es ein besonderes und historisches Ereignis, das immer gleich bleibt und den Abschluss der Feierlichkeiten bildet: die Beerdigung der Sardine.
Diese kuriose Tradition, die von der Alegre Cofradía del Entierro de la Sardina (Fröhliche Bruderschaft der Beerdigung der Sardine) am Leben erhalten wird, hält sich getreu an das, was ihr Name verspricht: Es handelt sich um einen Trauerzug, der durch die Straßen Madrids zieht, um eine Sardine zu begraben.
Allerdings ist es eine Beerdigung mit ganz eigenen Besonderheiten, bei der nicht nur Feierlichkeit, sondern auch – vielleicht sogar vor allem – Satire und Spott eine Rolle spielen. Dieses Mal findet die kuriose Tradition am 18. Februar ab 18 Uhr statt.
Route der Beerdigung der Sardine

Die Beerdigung der Sardine startet aus symbolischen Gründen und als Hommage an Francisco de Goya, der das erste Ehrenmitglied der Vereinigung war, an der Kapelle San Antonio de la Florida.
Von dort aus geht es weiter über die Brücke Reina Victoria, den Paseo del Comandante Fortea, die Calle de Santa Comba, die Calle del Doctor Casal, den Tunnel zur M-30 und endet an der Fuente del Pajarito (im Casa de Campo).
Dort wird, wie es die Tradition vorschreibt, ein Freudenfeuer entzündet – voraussichtlich gegen 21 Uhr –, als „Geste der Reinigung und Wiedergeburt”, mit der der Winter verabschiedet und „das Versprechen des nächsten Karnevals entzündet” wird, wie die Madrider Stadtverwaltung erklärt.