Milla Canal ist das neue Projekt, das das Gebiet um den Canal de Isabel II in Chamberí in ein großes Sport- und Kulturzentrum verwandeln wird. Mit einer Länge von mehr als einem Kilometer und einer Ausdehnung, die einem Viertel des Retiro entspricht, soll diese Initiative der Regionalregierung zu einem Maßstab für die Freizeitgestaltung im Freien werden.
Das am gestrigen Montag von der Präsidentin Isabel Díaz Ayuso vorgestellte Projekt umfasst eine Investition von mehr als 18 Millionen Euro und ist Teil des Plan Renueva, der auch andere Maßnahmen im Bereich der Sportinfrastrukturen der Gemeinschaft vorsieht.
Zu den Zielen gehört die umfassende Renovierung der derzeitigen Kanalanlagen: Tennisplätze, Sporthallen, Paddle-Tennisplätze und Räume für Aktivitäten im Freien. All dies kommt den Einwohnern von Chamberí, Tetuán und Moncloa zugute, da die Zugänglichkeit, die Sicherheit und die städtische Anbindung verbessert werden.
Ein multifunktionaler Raum für alle Zielgruppen
Einer der auffälligsten Aspekte ist die Einrichtung eines 2 500 m2 großen Swimmingpools, der im Sommer in Betrieb sein wird und sich in einer der Grünflächen des Komplexes befindet. Dieser Punkt hat in der Stadt eine Debatte ausgelöst: In einer Stadt wie Madrid, in der die Sommer extreme Temperaturen erreichen, wirft der Bau eines Freibads ohne natürlichen Schatten (ohne Bäume, wie es heute üblich ist) Fragen zum Komfort und zur Nachhaltigkeit des Raums auf.
Neben dem Schwimmbad wird es Bereiche für Erwachsenentraining, Kinderspiele, Tischtennis und kulturelle Spaziergänge geben. Im Winter wird der städtische Strand in einen Sportbereich umgewandelt. Darüber hinaus wird das neue Gebäude Boix y Morer gebaut, das Büros und Sporthallen beherbergen wird.
Eine weitere Achse ist die Verbindung zwischen den Kanaltheatern, dem Santander-Park und den Sportanlagen am Kanal, um einen Fußgänger- und Kulturkorridor zu schaffen. Zu diesem Zweck soll ein Teil des Bravo Murillo an Sonntagen für Fußgänger freigegeben werden.
Der Brunnen des Lozoya-Flusses, ein neoklassizistisches Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert in der Bravo Murillo, 49, wurde ebenfalls restauriert, um ein wichtiges Stück des Madrider Kulturerbes wiederherzustellen, das mit dem ursprünglichen Projekt der Wassergewinnung aus dem Lozoya-Fluss verbunden ist.
Termine und nächste Schritte
Die Arbeiten werden 2026 beginnen und die ersten Verbesserungen werden 2027 zur Verfügung stehen. Der Milla-Kanal soll die Physiognomie des Viertels verändern, aber auch zum Nachdenken darüber anregen, wie Nachhaltigkeit und Komfort in die künftige Stadtgestaltung integriert werden können.
