Die Stadtverwaltung von Madrid und die Initiatoren der zukünftigen Formel-1-Stadtrennstrecke sind auf ein wenig glamouröses, aber entscheidendes Hindernis gestoßen: einen Viehweg. Im Bereich der IFEMA und der M‑11 verläuft ein alter Viehweg, dessen Verlauf durch die Schnellstraße und die geplanten Bauarbeiten für die neue Grand-Prix-Strecke unterbrochen wurde. Und dieser Weg ist gesetzlich geschützt, hat eine historische und administrative Bedeutung und darf nicht einfach verschwinden, nur weil der Motorsport das so will.
Um diesen Konflikt zwischen Schafen und Rennwagen zu lösen, sieht die von der Stadtverwaltung und der CAM vorgeschlagene Lösung laut „El Diario“ den Bau einer großen Fußgängerbrücke über die M-11 vor , die breit genug für Fußgänger, Radfahrer und Vieh ist. Das heißt, eine Brücke, die speziell dafür konzipiert ist, dass die Herden weiterhin von einer Seite der Schnellstraße zur anderen gelangen können, ohne die Fahrbahn zu betreten, und die sich gleichzeitig in das System der Öko-Brücken einfügt, das im Projekt „Bosque Metropolitano“ vorgesehen ist. Die Brücke wird beträchtliche Ausmaße haben, da sie zwölf Fahrspuren überspannen und sichere Bedingungen bieten muss.
Ein Viehweg zur Rettung der Formel 1 in Madrid

Hinter dieser Entscheidung steckt ein gewichtiger Grund, denn ohne die Gewährleistung der Durchgängigkeit des Viehwegs und ohne eine akzeptable Lösung für die Verbindung zwischen den Wegen könnte die Formel-1-Rennstrecke mit ernsthaften rechtlichen und administrativen Problemen konfrontiert werden. Die Fußgängerbrücke wird so zum Schlüsselelement, das den Schutz des Viehwegs mit der Austragung des Grand Prix in Einklang bringt. Sie ist nicht nur eine auffällige Infrastruktur, sondern auch eine Möglichkeit, das Projekt vor Klagen wegen unrechtmäßiger Umleitung des Viehwegs und vor möglichen Einsprüchen zu schützen, die die Realisierbarkeit der Rennstrecke gefährden könnten.
Das hat bei der Opposition für Diskussionen und Kritik gesorgt. Antonio Giraldo, Sprecher für Stadtplanung, Umwelt und Mobilität der PSOE, stellte im sozialen Netzwerk X (ehemals Twitter) folgende Frage: „Und wer bezahlt das?“, als Reaktion auf die Aussage von Isabel Díaz-Ayuso, Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, bei der Projektvorstellung, als sie versicherte, dass es für die Madrider keine Kosten geben würde.