Ein neues Medikament zur Behandlung von Brustkrebs wird in den spanischen öffentlichen Krankenhäusern verfügbar sein. Das Gesundheitsministerium hat die Finanzierung von Inavolisib genehmigt, einem Medikament, das sich bei der Behandlung von Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium, der eine Mutation im PIK3CA-Gen aufweist, als wirksam erwiesen hat.
Diese Mutation tritt häufig bei Patientinnen auf, die nach einer ersten Behandlung einen frühen Rückfall erlitten haben und eine Resistenz gegen die Hormontherapie zeigen. Daher ist die Behandlung mit Inavolisib besonders hilfreich bei Fällen mit schlechterer Prognose, bei denen drei Faktoren vorliegen: Metastasen, Resistenz gegen die endokrine Therapie und eine Mutation im PIK3CA-Gen.
Die Mutation ist zudem eine der häufigsten bei luminalem Brustkrebs, der etwa 70 % aller Brustkrebsfälle ausmacht. Bei Patientinnen mit dieser Mutation wurde Inavolisib mit einer Senkung des Sterberisikos um 33 % in Verbindung gebracht und hat den Zeitpunkt, zu dem eine Chemotherapie begonnen werden muss, um zwei Jahre hinausgezögert.
Ein Projekt, an dem öffentliche Krankenhäuser beteiligt waren
Zahlreiche öffentliche Krankenhäuser in Madrid haben an den klinischen Studien zu dem neuen Medikament teilgenommen, darunter das Universitätskrankenhaus „12 de Octubre“ und das Allgemeine Universitätskrankenhaus „Gregorio Marañón“. Schließlich wird ab diesem Juli 2026 die Behandlung von Brustkrebs mit Inavolisib (von Roche unter dem Namen Itovebi vermarktet) vom spanischen öffentlichen Gesundheitssystem übernommen. Die Zulassung und Finanzierung durch das Gesundheitsministerium erfolgte ein Jahr, nachdem die Europäische Kommission grünes Licht für die Behandlung gegeben hatte.
Um Inavolisib gezielt den Patienten verschreiben zu können, die es benötigen, ist die molekulare Diagnose entscheidend. Das heißt: Wenn es zu einem Rückfall eines Brusttumors kommt, muss ein Test durchgeführt werden, um die Mutation im PIK3CA-Gen zu identifizieren. Dieser Test wurde bereits in den gemeinsamen Katalog der Gentests des Nationalen Gesundheitssystems aufgenommen.