Der Palacio de Velázquez im Retiro-Park hat gerade wieder seine Pforten geöffnet, nachdem er mehr als zwei Jahre wegen Bauarbeiten geschlossen war – und zwar als renovierter Ausstellungsort des Reina-Sofía-Museums mit einer ersten Ausstellung, die dem Madrider Künstler Fernando Sánchez Castillo gewidmet ist. Die Ausstellung ist vom 24. Juni 2026 bis zum 8. März 2027 zu sehen und markiert die Wiedereröffnung eines der einzigartigsten Gebäude des Parks.
Der Palacio de Velázquez ist einer der beiden historischen Pavillons im Retiro-Park, die vom Museo Reina Sofía verwaltet werden (neben dem Palacio de Cristal). Er ist ein Werk des Architekten Ricardo Velázquez Bosco und wurde 1883 als Pavillon für die Nationale Bergbauausstellung errichtet. Seit Ende der 80er Jahre dient er als Veranstaltungsort für Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst, war aber seit 2024 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Nach Angaben der Stadtverwaltung war ursprünglich eine Wiedereröffnung Ende 2025 geplant, die sich jedoch bis Mitte 2026 verzögert hat.
Durch die Renovierungsarbeiten wurden die Einrichtungen modernisiert, die Klimatisierung und die Barrierefreiheit verbessert sowie bessere Konservierungsbedingungen für die ausgestellten Werke geschaffen.
Die erste Ausstellung: „La perla peregrina“

Die Eröffnung des neuen Palacio de Velázquez erfolgt mit der Ausstellung „La perla peregrina“, die dem Werk von Fernando Sánchez Castillo gewidmet ist, einem der bedeutendsten Madrider Künstler seiner Generation. Die Ausstellung versteht sich als Reflexion über Macht, Erinnerung und die symbolische Konstruktion von Geschichte anhand von Skulpturen, Installationen und Werken, die mit Denkmälern, Büsten und Objekten spielen, die voller politischer Bedeutung sind.
Das Projekt nutzt das großzügige Raumvolumen des Palacio de Velázquez, um Werke von beachtlichem Umfang, räumliche Interventionen und einen Rundgang zu präsentieren, der dazu anregt, sowohl die historischen Ikonen als auch den architektonischen Rahmen selbst mit anderen Augen zu betrachten.