Eine Reise, die heute mindestens 10 Stunden dauert , könnte innerhalb eines Jahrzehnts in nur sechs Stunden zurückgelegt werden. Am Mittwoch, den 5. November, genehmigte die Europäische Kommission ein globales Verkehrspaket, zu dessen Maßnahmen unter anderem die Einführung eines Hochgeschwindigkeitszugs gehört, der Madrid und Paris in dieser Zeit verbinden soll.
Die Maßnahme ist Teil des neuen Aktionsplans für den Hochgeschwindigkeitsverkehr, der den „Ausbau des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes“ beschleunigen und „Investitionen in erneuerbare und kohlenstoffarme Kraftstoffe für den Luft- und Wasserfahrtsektor“ fördern soll.
Der Plan zielt darauf ab, die Reisezeiten zu verkürzen und die Bahn bis 2040 zu einer attraktiveren Alternative zum umweltschädlicheren Kurzstreckenflugverkehr zu machen. Der Zug, der die Hauptstädte Spaniens und Frankreichs verbindet, soll 2035 in Betrieb genommen werden und durch das Baskenland verlaufen.
Nach den Worten von Apostolos Tzitzikostas, Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus, ist dieses Paket ein Schritt in Richtung eines „europäischen Verkehrssystems, das sauberer, widerstandsfähiger und für die Bürger erschwinglicher ist“.
Madrid und Lissabon, verbunden durch den AVE in 3 Stunden

Im Falle Spaniens wird sich dieser Plan nicht nur auf die Strecke Madrid-Paris auswirken: Es ist vorgesehen, dass sich mit der Umsetzung dieses verbesserten europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes auch die Entfernung zu unseren Nachbarn in Portugal erheblich verringern wird.
In Zahlen ausgedrückt: Schätzungen zufolge könnte die Strecke zwischen Madrid und Lissabon bis 2034 in nur 3 Stunden zurückgelegt werden. Die historische Forderung steht seit Jahrzehnten im Raum, unter anderem wegen der Entscheidung über die Streckenführung des künftigen Hochgeschwindigkeitszugs. Weitere Informationen und Hintergründe zu diesem Projekt finden Sie in diesem Artikel.