Es trägt das Wort „Museum“ in seinem Namen, Hollywood-Prominente haben es besucht und es hat den größten Holzofen Spaniens, aber es ist ein Restaurant. Es ist das Museum Mesón Cuevas del Vino, das sich in den unterirdischen Höhlen von Chichón befindet.
Was im 18. Jahrhundert ein Bauernhaus war, in dem Öl und Wein gelagert wurden, ist heute ein gastronomisches und historisches Juwel. Dies wurde bei den Restaurant & Bar Design Awards 2025, dem wichtigsten internationalen Wettbewerb für die Gestaltung von Gastronomiebetrieben, anerkannt. Das Mesón Cuevas del Vino wurde als Kandidat in der Kategorie der historischen Gebäude ausgewählt, die Restaurants in historischen Gebäuden oder Umgebungen gewidmet ist.
Dieses Restaurant bietet nicht nur Degustationsmenüs und traditionelle Gerichte an, sondern steht auch unter dem Schutz des Kulturerbes der Gemeinschaft Madrid. Auf nationaler Ebene hat es bereits Auszeichnungen wie die Silbermedaille für touristische Verdienste erhalten, die vom Ministerium für Industrie und Tourismus für seinen Beitrag zum Tourismus verliehen wird. Wird es den Restaurant & Bar Design Awards 2025 die Auszeichnung für das historische Gebäude hinzufügen können ?
Eine Mahlzeit wie ein Film

Die mehr als 3500 Quadratmeter des Museums Mesón Cuevas del Vino wurden bereits von großen Filmstars wie Tom Holland, Orson Welles, José Sacristán und Adrien Brody, unter anderem, besucht. In seinen Mauern wurden alte Filme wie Sex or no sex (1974), in dem José Sacristán mitspielte, bis hin zu Uncharted ( 2022) mit Tom Holland in der Hauptrolle aufgenommen.
Auch Orson Welles aß während der Dreharbeiten zu Eine tödliche Geschichte (1968) in Chinchón jeden Tag im Museum Mesón Cuevas del Vino. Während seiner Zeit dort ließen es sich die großen Filmstars nicht nehmen, einige der besten Gerichte der Speisekarte zu probieren: Kroketten mit iberischem Schinken, Lendensteak, Paella oder Salat mit Sherry-Essig.
Aber man muss kein Hollywood-Star sein, um die Spezialitäten des Mesón zu genießen, denn der Durchschnittspreis pro Person liegt zwischen 35 und 37 Euro. Sie können sogar einige der hausgemachten Desserts für weniger als 7 Euro entdecken.
Der größte holzbefeuerte Ofen Spaniens

Der historische Wert des Museums Mesón Cuevas del Vino in Chinchón beschränkt sich nicht nur auf das Gebäude, sondern erstreckt sich auch auf seine Gastronomie. Die Küche dieses Restaurants verfügt über den größten holzbefeuerten Ofen Spaniens, in dem 90 Braten gleichzeitig zubereitet werden können.
Jedes Jahr werden 25 Tonnen Holz verbraucht, um die köstlichen Braten, Paprikaschoten, Ofenkartoffeln und sogar Kuchen und Bollitos de Manteca zuzubereiten. Auf diese Weise sorgen sie dafür, dass die Tradition über die Mauern eines denkmalgeschützten Gebäudes hinausgeht und in ihren Gerichten zu spüren ist.
Ein einzigartiges gastronomisches Museum
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1964 hat sich das Museum Mesón Cuevas del Vino zu einem touristischen und gastronomischen Bezugspunkt in Chinchón entwickelt. Das Restaurant ist für seine Schnelligkeit bei der Essensausgabe bekannt, und am Karfreitag 1993 wurde ein persönlicher Rekord aufgestellt: 2104 Gerichte wurden serviert.
Dies ist nur mit guter Ausrüstung und einer perfekt ausgestatteten Küche möglich. Auf 160 Quadratmetern gibt es mehr als genug Platz, um eine solche Menge an Speisen mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit zu servieren.
Das Museo Mesón Cuevas del Vino hat es mit seiner jahrelangen Erfahrung und seiner einzigartigen historischen Lage geschafft, sich mit seinem historischen Gebäude unter den Finalisten des Restaurant & Bar Design Awards 2025 zu platzieren. Es konkurriert mit Konkurrenten wie dem Brass, dem Restaurant eines New Yorker Hotels, das Klassik und Moderne miteinander verbindet, oder dem La Ménagère in Florenz, das eine sehr romantische Atmosphäre bietet.
Erst am 27. Oktober dieses Jahres, wenn die Restaurant & Bar Design Awards 2025 verliehen werden, wird sich zeigen, ob das Museo Mesón Cuevas del Vino den Preis für das beste denkmalgeschützte Gebäude in seine Bilanz aufnehmen kann. Es liegt an den künftigen Gästen, zu prüfen, ob die Speisekarte ihrer Geschichte gerecht wird, was sie verspricht.