Madrid kommt nie zur Ruhe, die Hauptstadt entwickelt sich, modernisiert sich, expandiert und wird immer teurer, und zwar in einem Tempo, mit dem die Einwohner nur schwer Schritt halten können. Im Jahr 2026 wird sich diese Entwicklung der Stadt beschleunigen, und viele der großen Arbeiten, die 2025 begonnen wurden, werden zu Ende gehen, während einige der entscheidendsten städtischen Projekte beginnen werden.
Zu den großen Neuerungen, die die Madrider in ihrem Alltag erleben werden, gehören die Rückkehr zur Normalität der U-Bahn-Linie 6, die Möglichkeit, auf dem künftigen Paseo Verde del Suroeste zu Fuß zu gehen und natürlich die Fortsetzung der zahlreichen Bauprojekte in der Stadt.
Metro Madrid
Nach den diesjährigen umfangreichen Arbeiten zwischen Legazpi und Moncloa wird die Linie 6 ab dem 20. Dezember 2025 wieder in Betrieb genommen, wobei die gesamte Infrastruktur renoviert und für den künftigen automatischen Betrieb vorbereitet wird. Im Jahr 2026 werden die ersten automatisierten Züge getestet und in Empfang genommen, mit dem Ziel, im Jahr 2027 die erste Linie mit diesem System zu werden, um Wartezeiten, Verbrauch und Ausfälle zu reduzieren.
Im Jahr 2026 sind außerdem 130 Millionen Euro für den Kauf von 48 neuen Zügen für die Linie 6 und 40 für die Linie 1 vorgesehen, die nach und nach eintreffen werden, um die Kapazität und die Frequenz zu erhöhen.
Ebenfalls im nächsten Jahr werden fast 47 Millionen Euro für den Plan für Zugänglichkeit und Modernisierung bereitgestellt, der Maßnahmen an Bahnhöfen wie Santiago Bernabéu, Duque de Pastrana, Ventas, Alto de Extremadura, Ventilla, Tetuán, Puente de Vallecas, Carabanchel, Campamento, Ciudad Lineal und Canillejas vorsieht. Diese Arbeiten umfassen den Einbau von Aufzügen, die Renovierung von Rolltreppen, die Verbesserung von Lobbys und die Aktualisierung von Systemen, um das Netz für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bequemer und nützlicher zu machen.
Castellana-Park
Das 2025 begonnene Projekt Parque Castellana sieht vor, rund 675 Meter der Promenade zwischen der Calle Sinesio Delgado und dem Nudo Norte unter die Erde zu verlegen, wodurch mehr als 70.000 m² Fläche für Grünzonen und Fußgängerbereiche frei werden.
Im Jahr 2026 wird die zweite Phase der Arbeiten durchgeführt, wobei die mittleren Fahrspuren in beiden Richtungen gesperrt und der Verkehr bis mindestens Dezember auf die Nebenstraßen umgeleitet wird. Die vollständige Fertigstellung ist nach Angaben der Stadtverwaltung von Madrid erst für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Untertunnelung der A-5

Die Arbeiten an der A-5 verwandeln die alte Schnellstraße, die aus dem Südwesten kommt, in einen städtischen Korridor, insbesondere in dem Abschnitt, der die Latina durchquert. Die Stadtverwaltung möchte mit diesem Projekt den „Mauereffekt“ der Straße beseitigen, den Lärm und die Umweltverschmutzung reduzieren und einen Teil der Fahrspuren durch Tunnel und baumbestandene Bereiche nach dem Vorbild von Madrid Río ersetzen.
Laut dem für 2026 vorgelegten Budget ist die Fertigstellung für Ende nächsten Jahres geplant. Die umliegenden Stadtteile erhalten so eine durchgängige Fußgängerverbindung, sicherere Durchgänge und eine städtische Fassade, die eher an eine Stadtpromenade als an eine Autobahn erinnert.
Neue Stadtviertel
Das Jahr 2026 wird vor allem ein Jahr der großen Entwicklungen und der ersten Lieferungen in den neuen Vierteln im Südosten der Stadt sein, und nicht so sehr ein Jahr der vollständig fertiggestellten Viertel. Das Hauptaugenmerk wird auf Madrid Nuevo Norte, Valdecarros und Los Berrocales liegen.
In Madrid Nuevo Norte werden die ersten Erschließungsarbeiten im Gebiet Las Tablas Oeste voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 beginnen, sobald die endgültige Genehmigung für das Erschließungsprojekt erteilt wurde. Dieses erste Gebiet wird etwa 700-750 Wohnungen mit Büros und Einzelhandelsgeschäften umfassen, und es ist geplant, die Urbanisierung und den Bau ab 2027 zu überlappen, um die Ankunft der Bewohner vorzuziehen.
In Valdecarros geht der Stadtrat bereits davon aus, dass im Jahr 2026 mit dem Bau der ersten Wohnungen begonnen werden kann, sobald die (am weitesten fortgeschrittene) Phase 1 der Urbanisierung zu etwa 95 % abgeschlossen ist. Gleichzeitig werden die Phasen 2 und 3 weiterentwickelt und die Arbeiten mit dem Ziel durchgeführt, allein in diesen drei ersten Phasen mehr als 13.000 der insgesamt über 51.000 für das gesamte Gebiet geplanten Wohnungen zu bauen, von denen mehr als die Hälfte in irgendeiner Form geschützt sein wird.
In Los Berrocales sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass die ersten Wohnungen voraussichtlich Anfang 2026 bezogen werden können, womit sich das Viertel als das am weitesten fortgeschrittene Projekt im Südosten etabliert. Allein in der ersten Phase sind bereits fünfzehn Bauprojekte im Gange (rund 1 620 Wohnungen), die Teil eines Projekts sind, das nach seiner vollständigen Fertigstellung mehr als 22 000 Wohnungen umfassen wird.