Die Verlängerung der U-Bahn-Linie 11, die in Zukunft Cuatro Vientos mit Valdebebas über eine Strecke von 33 Kilometern verbinden und an sieben Umsteigebahnhöfe angebunden sein wird, macht einen weiteren Schritt nach vorne: Die Regionalregierung von Madrid hat die endgültige Trasse für den nördlichen Abschnitt genehmigt, wodurch das U-Bahn-Netz um sechs neue Stationen erweitert wird.
Nach der Prüfung von vier Optionen hat die Regionalregierung grünes Licht für die Verbindung zwischen Mar de Cristal und Valdebebas Norte gegeben, die Punkte wie den Terminal T4 des Flughafens Adolfo Suárez-Madrid Barajas und Ifema Madrid miteinander verbindet. Sie werden wie folgt verteilt:
- Mar de Cristal. Hier gibt’s eine Verbindung zu den Linien 4 und 8 unter der Calle Arequipa.
- Ifema-Cárcavas. Neben der Erweiterung des Messegeländes.
- Verkehrsknotenpunkt Valdebebas / Ciudad de la Justicia.
- Krankenhaus Enfermera Isabel Zendal.
- T4 – Flughafen Adolfo Suárez Madrid-Barajas. Wird mit der Linie 8 verbunden sein.
- Valdebebas Norte. In der Nähe des zukünftigen Einkaufszentrums Valdebebas Shopping, dem größten der Region.
Laut den Unterlagen, die Europa Press gesehen hat, liegt das Basisbudget für die Ausschreibung bei 599.331.470,59 € (ohne MwSt.) und der Baubeginn für diesen Abschnitt ist für 2027 geplant. Die Bauzeit wird auf drei Jahre und drei Monate geschätzt.
U-Bahn-Linie 11: eine umstrittene Erweiterung mit Protesten der Anwohner

Die Verlängerung der U-Bahn-Linie 11 wurde von Protesten der Anwohner in verschiedenen betroffenen Stadtvierteln begleitet. In Madrid Río und Comillas, zwei der betroffenen Gebiete, gelang es den Anwohnern im Jahr 2023, die ursprünglich von der Regionalregierung von Madrid für die Umsetzung des Projekts geplante Anzahl von Baumfällungen zu reduzieren, wodurch eine Änderung der Trassenführung erforderlich wurde.
Außerdem fordern die Leute aus dem Viertel Las Águilas schon seit Jahren eine Station der Linie 11 für diesen Teil von Latina, die aber nicht kommt: Im Januar dieses Jahres haben sie eine Demo zu dieser alten Forderung des Viertels gemacht, weil die Trasse des Projekts das nicht vorsieht. Die Regionalregierung von Madrid hat das auch nicht vor.
Seit 2023 laufen die Arbeiten an dem Abschnitt, der die Plaza Elíptica mit Conde Casal verbinden wird und den Bau von fünf Stationen vorsieht : zwei neu angelegte (Comillas und Madrid Río) und drei Verbindungsstationen (Palos de la Frontera, Atocha und Conde de Casal). Ende 2026 hat die Regionalregierung von Madrid gesagt, dass „mehr als 50 % der Arbeiten abgeschlossen sind”.
Nach Angaben der Regionalregierung wird diese neue Diagonale „diese Strecke zu einer wichtigen Nord-Süd-Verkehrsachse machen”, allerdings mit unterschiedlichen Auswirkungen je nach Wohnort.