Im Mai letzten Jahres schenkte die Insel La Palma der Stadt Madrid 24 Tonnen Vulkansand. Eine symbolische Geste, um den Überresten des Vulkanausbruchs Tajogaite neues Leben einzuhauchen und die Beziehungen zwischen den Kanarischen Inseln und der Hauptstadt zu stärken. Das Material wurde zunächst für den Bau einer kanarischen Ringkampfarena auf der Plaza de Callao anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Kanarischen Inseln verwendet, an denen Behörden und Sportler aus beiden Regionen teilnahmen.
Nach der Veranstaltung hat der Vulkansand jedoch noch keine endgültige Verwendung in Madrid gefunden. Die Stadtverwaltung wollte ihn für die Abdeckung von Beachvolleyballplätzen und anderen städtischen Sportanlagen verwenden, schloss diese Option jedoch aus, als sie feststellte, dass das Material aufgrund seiner Morphologie ungeeignet ist: Vulkansand neigt zur Überhitzung, was ihn für sportliche Aktivitäten im Freien ungeeignet macht.

Tonnen von Vulkansand in Madrid
Laut El Diario lagern die Tonnen Sand derzeit in einem Industrielager in Torrelodones und warten darauf, dass die Madrider Stadtverwaltung einen anderen Bestimmungsort findet. Das Umweltministerium prüft mögliche Verwendungszwecke für dieses Material, aber bisher wurde weder eine Vereinbarung getroffen noch wurde das Geschenk der Kanarischen Inseln entsorgt. Die Kosten für die Lagerung werden von dem Logistikunternehmen getragen, das den Transport abgewickelt hat, während die beteiligten Verwaltungen nach einer Lösung suchen, die eine sinnvolle Nutzung dieser Ressource ermöglicht.
Die Situation hat sowohl auf den Kanarischen Inseln als auch in Madrid zu Kontroversen und Verwirrung geführt, da die Schenkung als ein Akt der Partnerschaft und der Nachhaltigkeit dargestellt wurde, aber aufgrund mangelnder Planung und verwaltungstechnischer Koordinierung bleibt der Vulkansand ungenutzt und wartet auf einen Bestimmungsort, der die Bemühungen und die Absicht der Bewohner von La Palma würdigt.