Die Region Madrid startet morgen eine der coolsten Ausschreibungen für bezahlbaren Wohnraum des Jahres: 422 Sozialwohnungen in Pinto, mit Garage, Pool und Fitnessstudio, ab 574 Euro im Monat im Rahmen des Plan Vive. Es geht hier nicht um normale Sozialwohnungen, sondern um geschützte Wohnungen zu reduzierten Mieten, die laut der Regionalregierung bis zu 40 % unter dem Marktpreis liegen und für junge Leute und Familien mit mittlerem Einkommen gedacht sind, die sich die freien Mieten im Süden der Region nicht leisten können. Um eine dieser Wohnungen zu bekommen, muss man drei wichtige Kriterien erfüllen: Alter, Einkommen und Meldeadresse.
Die Wohnanlage befindet sich in der Straße Isaac Albéniz im Stadtteil La Tenería II und umfasst 221 Einzimmerwohnungen, 173 Zweizimmerwohnungen und 28 Dreizimmerwohnungen, alle mit Terrasse oder Balkon, einem oder zwei Garagenplätzen und einem dazugehörigen Abstellraum. Außerdem wird die Wohnanlage über einen Gemeinschaftspool, einen Fitnessraum, einen Kinderspielplatz und einen Sportplatz verfügen, also Gemeinschaftsbereiche, die auf dem normalen Mietmarkt zu diesen Preisen schwer zu finden sind.
Die im Amtsblatt der Autonomen Gemeinschaft Madrid festgelegten Referenzmieten beginnen für 2025 bei 443,75 Euro pro Monat für Einzimmerwohnungen, 545,68 Euro für Zweizimmerwohnungen und 705,07 Euro für Dreizimmerwohnungen, zu denen noch Gemeinschaftskosten in Höhe von maximal 18 % der Miete hinzukommen können. In der Praxis bedeutet das laut Schätzungen der Region und der Fachmedien, dass die endgültigen Mieten für die kleinsten Wohnungen „ab 574 Euro” liegen. Die Verträge haben eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren mit Verlängerungsmöglichkeiten, und die Wohnungen werden unmöbliert, aber mit einer ausgestatteten Küche (Backofen, Induktionskochfeld, Dunstabzugshaube, Spüle) und Einbauschränken übergeben.
Einkommen: die Balance zwischen bezahlbar und nicht „überzogen”
Der zweite wichtige Filter ist das Einkommensniveau der Wohngemeinschaft. Um sich für eine dieser Wohnungen zu qualifizieren, müssen drei grundlegende wirtschaftliche Bedingungen erfüllt sein:
- Mindesteinkommen: mindestens das 1,5-fache des IPREM (staatlicher Einkommensindex) aller Mitglieder der Familie, was sicherstellt, dass sie die Miete bezahlen können.
- Maximales Einkommen: Es darf das 5,5-fache des IPREM im Fall dieser Sozialwohnungen mit Grundmiete (VPPB) nicht überschreiten, eine Schwelle, die verhindert, dass Haushalte mit hohem Einkommen Zugang erhalten.
- Maximaler Aufwand: Die Summe aus Miete und umlagefähigen Kosten darf 35 % des jährlichen Nettoeinkommens der Familie nicht übersteigen, eine Klausel, die Situationen der Überschuldung verhindern soll.
Melderegister: Vorrang für diejenigen, die bereits in Pinto wohnen oder arbeiten

Das dritte wichtige Kriterium ist die Verwurzelung in der Gemeinde. Um sicherzustellen, dass das Angebot vor allem den Bewohnern der Gegend zugute kommt, haben diejenigen Vorrang, die seit mindestens drei Jahren in Pinto gemeldet sind oder dort arbeiten. Dies ist keine ausschließliche Voraussetzung, auch Interessenten aus anderen Gemeinden können sich bewerben, aber es ist ein entscheidender Faktor bei der endgültigen Bewertung: Bei gleichen Voraussetzungen werden die Wohnungen zuerst an diejenigen vergeben, die diese vorherige Verbindung zur Gemeinde nachweisen können.
Darüber hinaus gibt es weitere allgemeine Voraussetzungen, wie z. B. die Nutzung der Wohnung als Hauptwohnsitz, kein Wohneigentum in ganz Spanien, spanische Staatsangehörigkeit oder legaler Wohnsitz und keine Zahlungsrückstände gegenüber der Verwaltung. Die Anmeldung erfolgt über die offizielle Website des Plan Vive, und die Listen der zugelassenen Bewerber und Reservisten werden nach Ablauf der Frist veröffentlicht, die am Dienstag, dem 3. März, um 9:00 Uhr beginnt und laut Angaben der Autonomen Gemeinschaft zu einer Nachfrage führen könnte, die das Angebot bei weitem übersteigt.