Seit den 70er Jahren verschwunden und nach einer Ausstellung zwischen 2023 und 2024 in Madrid wiedergefunden. Die Suche nach dem verlorenen Gemälde La Chata, einem Porträt, das Joaquín Sorolla 1908 von Isabel de Borbón y Borbón gemalt hat, ist diesen Februar nach mehr als 50 Jahren zu Ende gegangen.
Die Nationalpolizei hat das Gemälde, das sich im Besitz des Staates befindet, wiedergefunden. Es war die ganze Zeit im Besitz des Hauses Alba als Teil der Sammlung des Museums des Palacio de Liria. Außerdem wurde das Gemälde zwischen Oktober 2023 und März 2024 anlässlich der Sonderausstellung „La Moda en la Casa de Alba” ( Mode im Haus Alba) der Öffentlichkeit gezeigt.
Neben dem Gemälde von Sorolla wurden außerdem zwei weitere Ölgemälde von José Moreno Carbonero gefunden: ein Porträt von Alfonso XIII. und ein weiteres von Eduardo Dato.
Wie wurde das verschwundene Gemälde von Sorolla gefunden?

Für die Auffindung des Kunstwerks war genau diese Ausstellung entscheidend, da sie der Ausgangspunkt der Ermittlungen war. Nach einer gründlichen Recherche in Archiven und Bibliotheken informierte die Polizei den aktuellen Herzog von Alba, Carlos Fitz-James Stuart Martínez de Irujo, über ihre Arbeit.
Die Verbindung zwischen dem Haus Alba und dem verschwundenen Gemälde von Sorolla ist eine heute nicht mehr existierende Organisation: die Spanische Gesellschaft der Kunstfreunde, deren Ehrenmitglied der Vater des aktuellen Herzogs war. Diese gemeinnützige Institution widmete sich der Förderung von Kultur und Kunst in unserem Land und verfügte über ein eigenes Vermögen, das aus Spenden stammte.
Die Gesellschaft wurde Anfang der 80er Jahre aufgelöst, und im Falle einer Auflösung sehen ihre Statuten vor, dass ihr Vermögen „in das Vermögen des spanischen Staates übergehen sollte”, was nun nach mehr als einem halben Jahrhundert endlich geschehen ist.