Erst vor wenigen Wochen wurde die Linie 6 der Metro de Madrid wiedereröffnet und ändert nun ihren üblichen Fahrplan, um die Modernisierungsarbeiten fortzusetzen. Von diesem Mittwoch an wird der Betrieb in den Nächten von Sonntag auf Donnerstag um 23:00 Uhr eingestellt.
Als Ersatz für die Fahrten wird die EMT einen speziellen Busdienst einrichten , der die Strecke der Ringlinie in beiden Richtungen nachbildet und in der Nähe der 28 U-Bahn-Stationen hält. Sie verkehren im Minutentakt und sind für Metro-Nutzer kostenlos.
Ein weiterer Schritt zur Modernisierung

Der Grund für diesen Fahrplanwechsel ist die Fortsetzung der Modernisierungsarbeiten auf der Linie 6, die 2027 als erste mit fahrerlosen Zügen ausgestattet sein wird. Wie die Metro de Madrid auf ihrer Website erklärt, „wird es dadurch möglich sein, Zwischenfälle zu reduzieren, die Fahrzeiten zu verkürzen und die Zuverlässigkeit des Dienstes langfristig zu verbessern“.
In dieser neuen Phase werden neue Bahnsteigtüren installiert, Sicherheitsgitter, die die Gleise von den Fahrgästen trennen. Sie werden an 70 Bahnsteigenangebracht, was einer Länge von 6,4 Kilometern entspricht, wie die Gemeinde Madrid erklärt.
Es steht noch nicht fest, wie lange diese vorzeitige Schließung von Sonntag bis Donnerstag dauern wird, aber der Zeitplan für die Renovierung der Linie 6 sieht Renovierungsarbeiten bis Dezember 2026 vor.
Legazpi, die erste

Die Station Legazpi wird die erste sein, an der die neuen Strukturen installiert werden. Nach Angaben von Europa Press werden die Türen in China hergestellt und auf dem Seeweg nach Spanien gebracht, obwohl die ersten per Flugzeug eintreffen werden, um die Transportzeiten zu verkürzen.
Die Arbeiten beginnen am Bahnsteig 1 in Legazpi und werden, sobald die Türen korrekt eingebaut sind, am zweiten Bahnsteig desselben Bahnhofs fortgesetzt. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Türen und deren Einbau auf 104,12 Millionen Euro, wie im öffentlichen Auftrag angegeben.
Die neuen automatischen Türen

Die Bahnsteigtüren werden transparent sein, um die Sicht zu erleichtern und das Gefühl von Großzügigkeit zu erhalten. Sie ermöglichen es den Zügen, mit höherer Geschwindigkeit und ohne Risiko in den Bahnhof einzufahren, erleichtern die Ordnung und verringern die Trennung zwischen Wagen und Bahnsteig.
Außerdem werden sie über ein LED-System verfügen , das den Status der einzelnen Zugänge anzeigt: grün für die Öffnung und rot für die Schließung. Außerdem werden sie über Bildschirme im oberen Teil verfügen, die über die Wartezeit oder mögliche Zwischenfälle informieren.
Diese Technologie wird bereits in anderen Metrosystemen wie in Tokio, London und Barcelona eingesetzt. Sie dienen der Erleichterung der Zugänglichkeit und werden die fahrerlosen Züge bei der Automatisierung der Linie 6 ergänzen.