In der derzeitigen Wohnungskrise in der Hauptstadt, in der die Preise nach Angaben des INE jährlich um 21 % steigen, ist die Suche nach erschwinglichen Mieten für die meisten Einwohner Madrids eine Herausforderung.
Die jüngste vom OCU veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass es in Madrid noch sieben Stadtteile gibt, in denen Wohnungen für weniger als 900 Euro pro Monat gemietet werden können, obwohl fast alle in Randgebieten der Stadt liegen und Faktoren wie die Entfernung zum Zentrum, die Gebäudequalität und das Dienstleistungsangebot berücksichtigt werden müssen.
Wo sind die Mieten in Madrid am günstigsten?
Die Studie, die sich auf typische 90 m² große Wohnungen in gutem Zustand und mit Aufzug bezieht, zeigt, dass Pavones im Stadtteil Moratalaz mit einer durchschnittlichen Monatsmiete von 810 € das günstigste Viertel der Hauptstadt ist. Dicht gefolgt von anderen Vierteln wie San Andrés und Los Rosales (Villaverde), Orcasitas und San Fermín (Usera), Zofio (Usera) und dem historischen Zentrum von Vallecas, wo die Preise zwischen 815 € und 947 € pro Monat liegen können, so die neuesten Daten der OCU.

Diese Viertel haben bestimmte Merkmale gemeinsam, die ihre Position in der Rangliste erklären: Sie haben einen geringen Touristendruck, eine hohe Dichte an Sozialwohnungen und einen geringeren Anteil an renovierten Wohnungen sowie ein etwas eingeschränkteres Verkehrs- und Dienstleistungsangebot.
Durch die Lage im Süden und Südosten der Stadt, die traditionell weniger gefragt sind, sind die Mietpreise deutlich erschwinglicher als in anderen Gebieten Madrids, wie dem Zentrum und dem Westen, wo es fast unmöglich ist, eine Wohnung für weniger als 1.000 Euro zu finden.
Die OCU warnt, dass der finanzielle Aufwand, den die Miete für ein junges Paar mit sich bringt – bis zu 43 % des Einkommens -, diese sieben Stadtteile zu den einzigen echten Alternativen für diejenigen macht, die nicht die Hälfte ihres monatlichen Gehalts für eine Wohnung ausgeben wollen.
Während der jährliche Anstieg der Mieten in Madrid unaufhaltsam ist und sich das Angebot auf immer teurere Wohnungen mit geringerer Fläche reduziert, ist die Möglichkeit, auf Viertel wie Pavones, Villaverde, Usera und Vallecas zurückzugreifen, zur Rettung für Tausende von Familien und Arbeitnehmern geworden, die einfach nur in der Hauptstadt leben wollen, ohne Luxuspreise zahlen zu müssen.
Die OCU-Studie untermauert, dass die Peripherie die letzte Hochburg vernünftiger Mieten in Madrid bleibt, bis künftige politische Maßnahmen den Markt ausgleichen und das Angebot an Wohnungen zu fairen Preisen erweitern.