Die kommerzielle Geographie Madrids expandiert weiter. In einem Tempo, das einem unbestimmten Bedürfnis zu entsprechen scheint, entstehen in der Gemeinschaft neue Einkaufszentren, die, wenn die Fristen eingehalten werden, im Jahr 2026 und in einigen Fällen im Jahr 2027 das Licht der Welt erblicken werden. Diese neue Etappe folgt auf die jüngsten Experimente wie X Madrid oder Oasiz, die den Beginn einer Ästhetik und eines Modells markierten, die sich bis zu dem konsolidiert haben, was der Stadtplaner Erik Harley als gemeinsame Identität von Madrid Secreto definiert hat: weiße, gewellte Flächen, mit künstlichen Seen und der Berufung zum Freizeitpark.
In diesem Zusammenhang und unter wachsender Kritik seitens der Stadtplanung werden Neueröffnungen geplant, die in jeder Himmelsrichtung der Madrider Landkarte als Referenz dienen sollen. Während Valdebebas Shopping das größte von allen zu werden verspricht, versuchen andere, wie LaFinca Grand Café, sich als Luxusobjekt zu positionieren, und einige, wie Solia Madrid, haben nach Jahren der Versprechungen und Renderings immer noch kein endgültiges Datum. Der Trend ist jedoch eindeutig: Das Einkaufszentrum ist nicht tot, aber es ist zu einem urbanen Themenpark mutiert.
La Maquinilla und Señorío Plaza: Der Norden und der Süden Madrids machen sich bereit

Eines der ersten Projekte, das seine Pforten öffnen wird, ist La Maquinilla in Colmenar Viejo. Das von der Firma Nhood entwickelte Projekt wird neben dem bestehenden Ventanal de la Sierra errichtet und bietet auf 16 500 Quadratmetern Platz für Geschäfte und Läden mit nationalen und internationalen Marken. Außerdem wird es einen Fitness-Park, einen Restaurantbereich und einen Parkplatz geben, wobei die vollständige Liste der Betreiber noch nicht bekannt gegeben wurde. Trotz des institutionellen Enthusiasmus hat ein Teil der Nachbarschaft das Fehlen grundlegender Dienstleistungen in dem Gebiet kritisiert, z. B. Notdienste oder Verkehrsmittel, sowie die Lage vor einer künftigen Makro-Biogasanlage.
Außerhalb der Region, aber ganz in der Nähe, wird Señorío Plaza die neue kommerzielle Referenz in Illescas, an der Grenze zu Madrid, sein. Mit einer Fläche von 90.000 Quadratmetern und einer Investition von 70 Millionen Euro sollen mehr als 600 Arbeitsplätze geschaffen und Familien mit einem Angebot angelockt werden, das einen Hypermarkt, eine Bowlingbahn, einen Kinderbereich mit Kletterwand, ein Odeon-Kino und Marken wie Sprinter, Kiabi, JYSK und Popeyes umfasst. Der Bau war für Ende 2025 geplant, wird aber schließlich im ersten Quartal 2026 eröffnet.
Weitere für 2027 geplante Zentren: von Cañaveral bis Metropolitano

Die kommerzielle Aufmerksamkeit richtet sich auch auf das Gebiet rund um das Stadion von Atlético de Madrid, wo Nasas Madrid das Zentrum der künftigen Ciudad del Deporte sein wird. Obwohl es als ein Ort der körperlichen Ertüchtigung dargestellt wird, wird es in Wirklichkeit 70 Geschäfte, einen Fitness-Park, Kinos, eine Bowlingbahn und Restaurants beherbergen. Die von Wit Retail und El Turronero als Partner des Clubs geförderte Anlage soll Anfang 2027 eröffnet werden, doch wird erwartet, dass ein großer Teil der Sport- und Zugangsinfrastrukturen bereits 2026 fertiggestellt sein wird.
Das Jahr 2027 wird für viele dieser Großprojekte der Moment der Konsolidierung sein. Nasas Madrid, die große Wette im Stadtteil Metropolitano, wird zeitgleich mit dem Champions-League-Finale im Stadion eröffnet. Mit seiner Kombination aus Sport und Einzelhandel soll das kommerzielle Freizeitangebot im Osten Madrids neu definiert werden.
In unmittelbarer Nähe des Stadions wird der OMO Cañaveral Retail Park das Geschäfts- und Freizeitangebot des Viertels El Cañaveral vervollständigen, das sich zum neuen großen Viertel in Madrid entwickeln soll.
Das von OMO Retail geförderte Projekt wird 70.000 m² Bruttomietfläche, mehr als 50 Geschäftsräume und eine Investition von mehr als 100 Mio. Euro umfassen. Nach Erhalt der Baugenehmigung werden die Arbeiten mehr als anderthalb Jahre in Anspruch nehmen, so dass die Flächen im Sommer 2027 an die Betreiber übergeben werden können.
Die Eröffnung für die Öffentlichkeit ist laut 20 Minutos für den Herbst 2027 geplant. Bis dahin soll der Park seine Position als eine der wichtigsten kommerziellen Referenzen im Süden Madrids festigen. Zu den bereits bestätigten Betreibern gehören Obramat, Mercadona, Lidl, Ahorramás, Kiabi, Urban Planet, Ilusiona und Planet Fitness sowie eine breite Palette von Restaurants. Als Differenzierungselement wird der Komplex über einen Sportbereich auf dem Dach mit 13 Paddle-Tennisplätzen verfügen, der nicht nur die Öffentlichkeit aus der unmittelbaren Umgebung, sondern auch Besucher aus anderen Teilen der Region anziehen soll. Es wird geschätzt, dass der Park zwischen 750 und 1.000 Arbeitsplätze schaffen und bis zu 8 Millionen Besucher pro Jahr empfangen wird.